Royal FloraHolland: Gegen exzessive Rosen-Anlieferungen

Die niederländische Versteigerung Royal FloraHolland hat ihre Strategie gegen exzessive Anlieferungen bei Rosen im Interesse der Preisbildung verschärft.

Verschärfung der Strategie gegen exzessive Anlieferungen. Bild: Royal FloraHolland.

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Natürlich möchte das Unternehmen eine optimale und stabile Preisbildung in der Zierpflanzenbranche erreichen. Wird jedoch an der Uhr ein unregelmäßiges oder unvorhersehbares Angebot angeliefert, kann das die Preisbildung negativ beeinflussen. Um dem entgegenzutreten, wurde die Strategie gegen exzessive Anlieferungen umgesetzt.

Was wird sich nun ändern?

Am 15. Januar 2020 wurde in der Sitzung des FPC Rosen eine Verschärfung der Strategie gegen exzessive Anlieferungen bei Rosen vorgestellt. Diese Strategie wurde positiv aufgenommen, weshalb diese ab sofort umsetzt wird. Sie besteht aus folgenden Punkten:

  • Basis ist die heutige Strategie gegen exzessive Anlieferungen. Damit vermieden wird eine sehr starke Fluktuationen und ungezügeltes Dumping an der Uhr. Neu ist, dass neben historischen Anlieferdaten auch eine Anlieferprognose angefordert und bei der Bewertung berücksichtigt wird, ob eine exzessive Anlieferung vorliegt.
  • Die Sanktionsdauer nach einer festgestellten exzessiven Anlieferung (d.h. wie lange das Angebot eines exzessiv anliefernden Anlieferers zu einem weniger günstigen Zeitpunkt versteigert wird) ist variabel und wird bei jeder exzessiven Anlieferung durch den Versteigerungsleiter festgelegt.
  • Der Sanktionsort (also die Stelle des Versteigerungsplans, an der das Angebot eines Anlieferers versteigert wird, der exzessiv angeliefert hat) ist die Versteigerungsgruppe "herausgenommen" (letzte Versteigerungsgruppe an der betreffenden Uhr).

Wenn Sie kein regelmäßiger Anlieferer sind, können Sie mit Hilfe von Prognosen angeben, wie viel jede Woche angeliefert wird. Dadurch kann eine Abstimmung zwischen Anlieferer und Versteigerungsleiter erfolgen, und das Anlieferverhalten wird für beide Seiten transparent. Das Risiko einer exzessiven Anlieferung kann so ausgeschlossen oder reduziert werden. Letzten Endes entscheidet stets der Versteigerungsleiter, ob die Anlieferung im Verhältnis zur Marktnachfrage exzessiv ist und ob Maßnahmen dagegen zu ergreifen sind. (Royal FloraHolland)

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