Royal FloraHolland: Ein Jahr Mitgliederrat

Royal FloraHolland schaut zusammen mit Marcel van Tol, dem Vorsitzenden vom Rats der Mitglieder von Royal FloraHolland, auf das vergangene Jahr zurück.

Am 1. Januar 2019 wurde die Allgemeine Mitgliederversammlung von Royal FloraHolland durch die Gründung des Rats der Mitglieder ersetzt. Bild: Royal FloraHolland.

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Am 1. Januar 2019 wurde die Allgemeine Mitgliederversammlung von Royal FloraHolland durch die Gründung des Mitgliederats ersetzt. Marcel van Tol, Vorsitzender des Gremiums, blickt auf das vergangene Jahr zurück.

Im Juni fanden die ersten Mitgliederversammlungen seit der Gründung im Januar statt. Wie sind diese verlaufen?

"Positiv. Bei den Mitgliederversammlungen fragen wir in sechs Ländern nach den Meinungen der Mitglieder zu einem bestimmten Thema. Somit werden die Mitglieder von Anfang an am Entscheidungsprozess beteiligt. Vorher war das anders: Die Direktion präsentierte ihre Pläne bei Regioversammlungen und die Mitglieder konnten auf diese reagieren."

Was haben diese Mitgliederversammlungen konkret ergeben?

"Dieses Mal sprachen wir über das Thema Nachhaltigkeit. Wir haben die Mitglieder nach ihrem Standpunkt zum Thema "verpflichtete Umweltregistrierung und Zertifizierung" gefragt. U. a. aufgrund dieser Gespräche hat der Mitgliederrat ein Gutachten erstellt, welches wir der Direktion im Oktober angeboten haben."

Es war das erste Mal, dass der Mitgliederrat der Direktion ein offizielles Gutachten vorgelegt hat, oder? Was stand drin?

"Ja, hierbei handelte es sich um einen Meilenstein. Der Kern lag darin, dass wir die Idee der Umweltregistrierung und Zertifizierung unterstützen, diese aber in zwei Schritten erfolgen müsste: Bis Ende 2020 müssen alle Gärtner die von ihnen genutzten Mittel digital registriert haben. Und Ende 2021 müsste die Zertifizierung mit Prüfungen und Kontrollen erfolgen. Das Bestreben liegt darin, auf lange Sicht alle FSI-Normen zu erfüllen. Außerdem haben wir angemerkt, dass ein zweites offizielles Zertifizierungsorgan benötigt wird, bisher ist es nur eins. Des Weiteren müssen die Gärtner gut unterstützt werden und auch die internationalen Mitglieder müssen beachtet werden, schließlich ist die Situation dort eine andere als die in den Niederlanden."

Was würden Sie an den Mitgliederversammlungen noch verbessern?

"Natürlich gibt es immer Schwächen, aber ich halte dies für eine sehr gute Art und Weise, mehr Menschen am Entscheidungsprozess zu beteiligen. Meiner Meinung nach könnten ruhig noch mehr Menschen kommen. Es liegt auch in der Verantwortung eines Mitglieds der Vereinigung, sich an den Überlegungen hinsichtlich der Zukunft zu beteiligen. Wir haben immer ein ansprechendes Programm, es gibt ein gutes warmes und kaltes Büfett und außerdem ist die Erweiterung des Netzwerks innerhalb des eigenen Sektors immer sinnvoll. Wir laden die Mitglieder herzlich ein, der nächsten Mitgliederversammlung beizuwohnen."

Anfang September fand ein zweitägiges Treffen mit dem Rat der Mitglieder statt. Was stand auf dem Programm?

"Bei dieser Versammlung stellte sich heraus, dass es dem Mitgliederrat an einem "Man on the moon" mangelt. In den 60er Jahren hatte die NASA nur ein einziges Ziel: einen Menschen auf den Mond zu bringen. Das gesamte Unternehmen arbeitete daran, dieses Ziel war bei jedem fest verankert. Auch wir wünschen uns so einen "Man on the moon". Wir brauchen eine deutliche Vision von Seiten der Kooperation: woran arbeiten wir alle? Dieses Signal haben wir auch an das Unternehmen weitergeleitet. Außerdem haben wir in diesen Tagen an dem Training unserer Fragefähigkeiten gearbeitet. Wenn man gute Fragen stellt, dem Anderen offen zuhört, lenkt man die Kooperation."

Wie haben Sie das erste Jahr des Mitgliederrat erfahren?

"Ich finde, dass wir große Schritte nach vorn gemacht haben. Die Zusammenarbeit mit der Direktion, dem Managementteam und dem Aufsichtsrat erfolgt vertrauensvoll und offen. Faktisch haben wir drei Aufgaben: die gesetzliche Aufgabe einer Allgemeinen Mitgliederversammlung, die Beratungsaufgabe in Richtung der Direktion und die Mitgliederbindung. Je besser wir funktionieren, desto besser können wir den Kurs der Kooperation aus der Mitgliederrolle heraus mitbestimmen. Für eine gute Ausübung unserer Tätigkeiten ist es unerlässlich, einen hohen Wissensstand zu wahren, unsere Fähigkeiten, wie z. B. die Kunst des Fragens, zu trainieren und dass unsere Mitglieder motiviert sind. Ein motivierter Mitgliederrat wirkt sich nicht nur auf die Mitglieder, sondern auch auf das Unternehmen aus. Hierfür tun wir unser Bestes." (Royal FloraHolland)

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