RLV: Landwirte bieten wieder Blühpatenschaften an

Der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach setzt die "Aktion Blühpatenschaft" fort.

Die Blühflächen bilden nicht nur ein Paradies für Insekten, sondern auch Lebens- und Rückzugsraum für viele Feldvogelarten und das Niederwild. Bild: Marilena Kipp.

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Die Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach setzt die in 2020 begonnene und im letzten Jahr fortgesetzte „Aktion Blühpatenschaft“ auch in diesem Frühjahr fort. Sie dient dazu, mit finanzieller Unterstützung von Privatpersonen, Unternehmen und sonstigen Institutionen zusätzliche blühende Flächen für Insekten anzulegen. Schon in den vergangenen Jahren haben die Landwirte blühende Flächen auf ihren Feldern angelegt. „2021 konnte bei den Patenschaftsflächen gegenüber 2020 eine Steigerung von über 40% erzielt werden“, so der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Wolfgang Wappenschmidt. Erfahrungen in einzelnen Kommunen zeigten, dass es hier durchaus noch Steigerungspotenzial geben sollte, so Wappenschmidt. „Die Ursachen des Insektensterbens sind vielfältig. Allein durch die fortschreitende Versiegelung der Landschaft in unserem eng besiedelten Raum wird der Lebensraum der Insekten ständig kleiner. Insektenschutz ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wir möchten allen, die selbst nicht über geeignete Flächen verfügen, die Möglichkeit geben, sich aktiv zu beteiligen.“

Rund 35 landwirtschaftliche Betriebe im Rhein-Kreis Neuss und in Mönchengladbach beteiligen sich in diesem Jahr an der Aktion, teilt die Kreisbauernschaft mit. Eine Übersicht findet man unter www.rlv.de/bluehpatenschaft-neuss-mg/.

Hier finden Interessenten einen Betrieb in ihrer Nähe und können mit ihm Kontakt aufnehmen, um einen Patenschaftsvertrag abzuschließen. Der Preis für eine Patenschaft variiert etwas zwischen den Betrieben und in Abhängigkeit zur Größe der Patenschaftsfläche, liegt im Durchschnitt jedoch wie in den letzten Jahren bei 0,50 Euro pro Quadratmeter Blühfläche. Beteiligungen sind in der Regel ab 50 m² möglich. Nach Abschluss des Patenschaftsvertrages kauft der Landwirt das Saatgut, eine für Insekten passende Blühmischung, sät es bis Anfang Mai aus und erhält die blühende Fläche bis Ende Oktober/Anfang November. Während dieses Zeitraums finden auf der Blühfläche weder Pflanzenschutz- noch Düngemaßnahmen statt.

Die Paten werden nach der Einsaat über die Lage der von Ihnen mitfinanzierten Fläche informiert und können sich vor Ort die Entwicklung der Pflanzen ansehen. Sie erhalten eine Patenschaftsurkunde und werden auf Wunsch auf einer Infotafel an der Fläche als Pate namentlich aufgeführt. „Die Blühflächen bilden nicht nur ein Paradies für Insekten, sondern auch Lebens- und Rückzugsraum für viele Feldvogelarten und das Niederwild. Trotz der empfindlich gestiegenen Energiekosten und der Preissteigerungen auch in anderen Bereichen, hoffen wir, auch in diesem Jahr viele Paten für Blühstreifen und -flächen gewinnen zu können“ sagt Wappenschmidt. Weitere Informationen über die „Aktion Blühpatenschaft“ sind auch direkt bei der Kreisbauernschaft, Tel.: 02181/3280, erhältlich. (RLV)

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