QS: Der Apfel fällt sicher vom Stamm

Jetzt haben Äpfel Hochsaison - und Obstbauern wie Rainer Eckert aus Ober-Olm alle Hände voll zu tun.

Äpfel haben jetzt Hochsaison. Bild: GABOT.

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Aber nicht nur mit der Ernte, sondern auch mit den strengen Kontrollen, die bereits beim Anbau beginnen, haben Obstbauern wie Rainer Eckert aus Ober-Olm heute zu tun. Denn Eckert ist Partner im QS-Prüfsystem und muss die strengen Vorschriften von QS einhalten. So können sich Verbraucher, die im Supermarkt Äpfel mit dem blauen QS-Prüfzeichen kaufen, sicher sein, dass diese über alle Produktionsstufen hinweg strengstens kontrolliert wurden – vom Anbau bis in den Supermarkt.

Reife Leistung: Eigenkontrollen auf dem Feld

Ein wesentlicher Bestandteil der QS-Qualitätssicherung sind sogenannte Eigenkontrollen. Diese führen die Obsterzeuger des QS-Prüfsystems regelmäßig durch. „Dabei muss ich Aspekte wie Pflanzengesundheit, bedarfsgerechte Düngemaßnahmen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kontrollieren und genau dokumentieren“, erklärt Rainer Eckert. Das QS-Prüfsystem gibt den Landwirten Leitfäden und praxisnahe Informationen, z. B. über die Vorschriften für die Düngung oder Schädlingsbekämpfung, an die Hand. Zudem gibt es praktische Checklisten: „Gerade wenn es mal stressiger zugeht, behalte ich so leicht den Überblick, um alle Anforderungen des QS-Prüfsystems sicher zu erfüllen“, verrät der QS-live-Botschafter.

Die richtige Menge macht’s

Wenn es um die Gesundheit der Bäume und Äpfel selbst geht, kommen Obsterzeuger an Pflanzenschutzmitteln und Dünger nicht vorbei. Sie müssen sich aber strengstens an die erlaubten Grenzwerte, die vom QS-Prüfsystem kontrolliert werden, halten. Diese sind nämlich so festgelegt, dass Risiken für den Verbraucher ausgeschlossen sind. Wer demnach frisches Obst mit dem QS-Prüfzeichen kauft, kann sicher sein, dass die geltenden Rückstandshöchstgehalte strengstens überprüft wurden.

Apropos Pflanzenschutzmittel: Obsterzeuger im QS-Prüfsystem dürfen nur Pflanzenschutzmittel einsetzen, die in ihrem Land zugelassen sind. Darüber hinaus müssen sie sich strengstens an die Anwendungsvorschriften halten und diese auch genauestens dokumentieren. Dazu zählen auch die einzuhaltenden Wartezeiten zwischen dem Einsatz eines Mittels und der Obsternte. Um sicherzustellen, dass alle Vorgaben eingehalten und lückenlos dokumentiert werden, kontrollieren unabhängige Prüfer die Obstbetriebe in regelmäßigen Abständen.

Auf Nummer sicher gehen Zusätzlich zu den strengen Eigenkontrollen der Erzeuger und den externen Prüfungen werden Apfelproben in unabhängigen Laboren untersucht, die vom QS-Prüfsystem anerkannt sind. Beim sogenannten „Rückstandsmonitoring“ wird kontrolliert, ob das Obst noch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweist. Erzeuger, deren Äpfel den zulässigen Höchstgehalt überschreiten, werden so lange für die weitere Vermarktung von Äpfeln im QS-System gesperrt, bis erneute Analysen eindeutig zeigen, dass das Obst einwandfrei ist. Alle Ergebnisse des Rückstandsmonitorings werden jedes Jahr in einem Monitoringreport aufgeführt und veröffentlicht. Die Resultate sind unter www.q-s.de stets einsehbar.

Qualitätssicherung zu Hause

Nur Äpfel, die allen Anforderungen des QS-Prüfsystems entsprechen, werden mit dem blauen QS-Prüfzeichen versehen. Wer das knackige Obst mit diesem Zeichen kauft kann sich darauf verlassen, dass es über alle Produktionsstufen hinweg kontrolliert wurde.

Zu Hause ist dann der Verbraucher für die sichere Lagerung zuständig. Am liebsten mögen es Äpfel kühl, luftig und dunkel. Der heimische Keller ist dafür ideal. Dort können Äpfel bis zu fünf Monate halten. Aber auch im Kühlschrank fühlt sich diese Obstsorte wohl – am besten im Gemüsefach. Da Äpfel das Reifegas Ethylen abgeben, sollten sie verpackt oder mit großem Abstand zu anderem Obst und Gemüse gelagert werden. Denn Ethylen lässt zum Beispiel Birnen, Blaubeeren, Blattgemüse und Tomaten schneller reifen. (QS)

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