Pöppelmann: Erhält als erstes Unternehmen neues Gütezeichen für Rezyklat-Einsatz

Der Lohner Kunststoffverarbeiter Pöppelmann ist bundesweit Vorreiter: Pöppelmann kann als erstes Unternehmen das neue RAL-Gütezeichen der RAL-Gütegemeinschaft Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen e. V. verwenden.

Pflanztöpfe der Division Pöppelmann TEKU® in der Farbe Recycling Blue erhalten RAL-Gütezeichen. Bild: Pöppelmann.

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Die im Oktober 2018 anerkannte RAL-Gütegemeinschaft hat das RAL-Gütezeichen jetzt erstmals verliehen. Die Pflanztöpfe der Division Pöppelmann TEKU® in der Farbe Recycling Blue entsprechen den Kriterien für die Vergabe: Damit ist ihre ressourcenschonende Herstellung aus Rezyklaten, die direkt aus im gelben Sack oder in der gelben Tonne entsorgtem Abfall stammen, nachweisbar garantiert. Dies teilen die RAL-Gütegemeinschaft und die Pöppelmann GmbH & Co. KG gemeinsam mit.

Vor knapp einem Jahr rief der Grüne Punkt gemeinsam mit Partnern die RAL-Gütegemeinschaft Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen e. V. ins Leben. Sie will den Einsatz von Rezyklaten in Verpackungen fördern. Die Gütegemeinschaft lenkt den Fokus auf die Verwendung von Rezyklaten aus privaten Kunststoffabfällen, die über die Dualen Systeme gesammelt werden. Ziel ist es aus gebrauchten Verpackungen wieder neue Verpackungen zu fertigen.

Das Zulassungsverfahren für ein RAL-Gütezeichen gilt als besonders zuverlässig und neutral. Die Gütegemeinschaft unterwirft sich freiwillig den vom RAL-Institut anerkannten Güte- und Prüfbestimmungen und erwirbt damit das Recht zur Nutzung des neuen RAL-Gütezeichens. Es dient dem Nachweis, dass im entsprechenden Produkt beziehungsweise der Verpackung tatsächlich und lückenlos rückverfolgbar Rezyklate aus dem Gelben Sack oder der Gelben Tonne eingesetzt worden sind.

„Die Berechtigung, dieses Gütezeichen führen zu dürfen, haben wir erworben, nachdem hier im Haus ein Audit von unabhängigen Sachverständigen durchgeführt worden ist.“, erklärt Benjamin Kampmann vom Pöppelmann-Innovationsmanagement. „Wir konnten nachweisen, dass die Verwendung von Rezyklaten aus dem Dualen System in den Herstellungsprozess der Pflanztöpfe implementiert ist und gemäß den Anforderungen der RAL-Gütegemeinschaft dokumentiert wird.“ Die Einhaltung der Vergabekriterien werde jährlich neu überprüft. Pöppelmann-Prokurist Matthias Lesch, Geschäftsleitung Marketing und Innovation, begrüßt diese Zertifizierung: „Mit der Kennzeichnung durch das RAL-Gütezeichen wissen die Kunden und Verbraucher auf einem Blick, dass für dieses Produkt Abfälle aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne verwendet wurden. Dies sehen wir als grundlegende Voraussetzung, um langfristig die Akzeptanz für Kunststoffverpackungen zu erhalten.“

Das Unternehmen Pöppelmann entwickelte das Gestaltungskonzept für die Pflanztöpfe in der Farbe Recycling Blue im Rahmen der unternehmensweiten Initiative PÖPPELMANN blue®. Diese Initiative ist die Plattform zur Erarbeitung von Konzepten, mit denen Materialkreisläufe in der Kunststoffverarbeitung geschlossen werden können. Aktuell arbeiten Pöppelmann-Recycling-Experten an Lösungen zur ressourcenschonenden Herstellung von Packs aus PET-Abfällen und Mehrwegtrays.

TEKU®-Verkaufsleiter Arno Zerhusen erklärt: „Viele Gespräche mit unseren Kunden zeigen uns, dass wir mit diesem Thema Teil einer Zeitenwende sind und mit unseren Produkten der Initiative PÖPPELMANN blue® den Nerv der Zeit getroffen haben. Wir sind überzeugt, dass sich die Einstellung der Verbraucher weiter ändern muss: Kunststoff ist weder Abfall, noch grundsätzlich ein schlechtes Material. Kunststoff ist ein wertvoller Rohstoff, den man hervorragend wiederverwenden kann und mit dem wir sehr verantwortungsvoll umgehen müssen.“

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Kommentare (1)


Uwe Jacobs 20. Feb. | 19:24

Was soll dieser Blödsinn? Göttinger stellt schon seit Jahrzehnten Töpfe nur aus 100% Recyclingmaterial her! Mit blauem Umweltengel. Was soll daran jetzt neu sein das es der Mitbewerber auch endlich kapiert?

 

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