Podcast: Bernhard von Ehren über die Bäume für den Himmel von St. Pauli

Der "Grünen Bunker" in St. Pauli ist ein Meilenstein für die Klimaanpassung in Hamburg.

Podcast von Kebony: Bernhard von Ehren über die Bäume für den Himmel von St. Pauli. Bild: FRANK SCHULZE KOMMUNIKATION.

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Die lang erwartete Eröffnung des Feldstraßenbunkers am Heiligengeistfeld in St. Pauli steht bevor. Bekannt als "Grüner Bunker", wird dieses beeindruckende Projekt ab dem 5. Juli 2024 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Dieser Termin markiert die Fertigstellung eines ambitionierten Vorhabens, das nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum urbanen Klimaschutz leistet. Kebony, bekannt für seine nachhaltigen Holzprodukte, hat im Rahmen des Podcasts "Zukunft Holz" mit Bernhard von Ehren gesprochen. Die Baumschule Lorenz von Ehren hat maßgeblich zur Bepflanzung des Bunkers beigetragen. In dem Podcast erklärt der geschäftsführender Gesellschafter Bernhard von Ehren, welche Stadtbäume der Zukunft besonders geeignet sind und wie der Ahorn seinen Weg in den Himmel von St. Pauli gefunden hat.

Ein nachhaltiges Konzept für die Stadt

Der "Grüne Bunker" bietet mehr als nur eine spektakuläre Aussicht über Hamburg. Die umfangreiche Begrünung des ehemaligen Flakbunkers dient als natürliche Klimaanlage und setzt ein starkes Zeichen für die ökologische Umgestaltung urbaner Räume. Der Dachgarten und die begrünten Fassadenflächen tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei, reduzieren die Hitzeentwicklung und bieten neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere in der Stadt.

Der Bunker wurde um fünf Etagen erhöht und umfasst nun ein Hotel mit 134 Zimmern, verschiedene gastronomische Einrichtungen, eine Sport- und Konzerthalle sowie einen Gedenk- und Informationsort zur Geschichte des Bunkers. Ein besonderes Highlight ist der Bergpfad, der Besucher über Rampen und Treppen auf das Dach führt, wo sie einen 1.400 Quadratmeter großen Garten mit etwa 4.700 Pflanzen vorfinden werden.

Als einer der beiden sogenannten Flaktürme in Hamburg reicht die Geschichte des Bunker St. Pauli zurück bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Quellen belegen, dass bei den Bombardements auf die Stadt Hamburg zeitweise bis zu 25.000 Menschen im Bunker Schutz fanden.

Der Verein Hilldegarden hat im Rahmen eines breit angesetzten Beteiligungsprojektes u.a. die „Arbeitsgruppe Gedenkstätte" gegründet. Zusätzliche Informationen finden Sie auch auf der Seite des Hilldegarden e.V..

Wissenschaftlich begleitetes Pionierprojekt

Die Dach- und Fassadenbegrünung des Bunkers wird von Wissenschaftlern genau überwacht. Rund 80 Sensoren erfassen vielfältige Klimadaten, die helfen sollen, die Effekte der Begrünung auf das Gebäude und das umliegende Mikroklima zu dokumentieren. Diese Daten werden wertvolle Erkenntnisse für zukünftige urbane Begrünungsprojekte weltweit liefern.

Marco Schmidt von der TU Berlin betont die Vorbildfunktion des Projekts: „Der Bunker St. Pauli wird ein Vorbild und wissenschaftliches Demonstrationsprojekt für die Klimaanpassung von Großstädten weltweit." Diese Begrünungsmaßnahmen sind besonders wichtig, um Hitzewellen, Dürren und Luftverschmutzung in dicht besiedelten Metropolen zu bekämpfen.

Ein Vorbild für die Welt

Mit einer Investition von rund 60 Mio. Euro ist der "Grüne Bunker" ein leuchtendes Beispiel dafür, wie historische Strukturen nachhaltig und zukunftsorientiert umgestaltet werden können. Er zeigt, dass der Schutz unseres Klimas und die Schaffung lebenswerter urbaner Räume Hand in Hand gehen können.

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