Österreich: Prüfung des Borealis-Verkaufs gefordert

Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ)-Präsident Josef Moosbrugger fordert Prüfung des Borealis-Verkaufs durch EU-Wettbewerbsbehörde.

Der geplante Verkauf der Düngersparte der teilstaatlichen österreichischen Borealis an den russischen Konzern Eurochem sorgt für Unmut. Bild: Ing. Wolfgang Dürnberger, Bakk.Komm.

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“Dass Jurist Heinz Mayer den Verkauf der Düngemittelsparte von Borealis als verfassungsrechtlich höchst problematisch einstuft, untermauert unsere äußerst kritische Haltung zu diesem Deal. In Zeiten enormer Kostensteigerungen bei unverzichtbaren Betriebsmitteln wäre es wichtig, die zentralen Produktionsstätten möglichst in österreichischer Hand zu behalten. Wir fordern daher die EU-Wettbewerbsbehörde auf, den Borealis-Deal genau unter die Lupe zu nehmen“, betont Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ)-Präsident Josef Moosbrugger, zu den Ergebnissen eines heute vom NÖ Bauernbund präsentierten Rechtsgutachtens des Verfassungsexperten Heinz Mayer.

“Wir brauchen ausreichend Dünger, um bei unseren Nutzpflanzen entsprechende Erträge zu erzielen. Um unsere Selbstversorgungsgrade bei Getreide, Gemüse und vielen anderen Kulturen aufrechtzuerhalten, ist eine möglichst große Unabhängigkeit auch bei Betriebsmitteln entscheidend. Der Düngemittelmarkt ist bereits jetzt sehr ukraine-russland-lastig. Eine Verschärfung dieser Situation mit weiteren Marktturbulenzen sollte daher unbedingt vermieden werden“, unterstreicht Moosbrugger. (LK Österreich)

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