Österreich: Medienanalyse zum Ansturm auf Baumärkte

Hornbach im Web die Nr. 1, Obi wurde am meisten vermisst, Österreicher trotz Ansturm diszipliniert und geduldig.

Online-Präsenz der Baumärkte in Österreich. Grafik: OBSERVER.

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Österreichs Bau- und Gartenmärkte durften nach Ostern wieder öffnen. Die Folge war ein beispielloser Ansturm. "OBSERVER" untersuchte die Auswirkungen der Wiedereröffnung auf die mediale Online-Präsenz und -Resonanz der Baumärkte. Beobachtungszeitraum waren die ersten Geschäftstage nach Ostern (14.04. - 20.04.2020).

Hornbach online die Nr. 1

Die Ergebnisse zeigen, dass Hornbach mit 44,3% die meisten Online-Erwähnungen erhielt, gefolgt von Bauhaus mit 28,6%, Obi mit 17,4, %AFS/RWA mit 3,1% und anderen mit insgesamt 6,6%. Hornbach hatte besonders auf Facebook mit 57,5% die größte Präsenz. Auch für Bauhaus und Obi war Facebook die stärkste Plattform (38,5% und 35,7%). Generell lässt sich festhalten, dass die Baumarkt-Branche auf Facebook in den letzten 13 Monaten die meiste Online-Präsenz hatte (45,5%), gefolgt von Twitter (24,2 %) und Online-News (18,2%).

Ein Blick nach Deutschland für denselben Zeitraum zeigt, dass Bauhaus mit 39% Online-Erwähnungen an erster Stelle liegt, gefolgt von Hornbach mit 23,5%, Würth mit 21,1% und Obi mit 16,5%.

Österreicher diszipliniert, geduldig und positiv gestimmt

Da die Wiedereröffnung von Österreichs Baumärkten einen enormen Ansturm zur Folge hatte, musste auch mit langen Warteschlangen und -zeiten gerechnet werden. Trotz dieser Unannehmlichkeiten konnte die Stimmung unter den Kunden als gefasst und diszipliniert bewertet werden. Die Sentiment-Analyse des "OBSERVER" ergab, dass die Tonalität der Erwähnungen zum größten Teil neutral war (70,1%). Der negative Anteil betrug 18,1% und der positive 11,8%.

Das Thema der langen Warteschlangen kann hierfür repräsentativ herangezogen werden. Obwohl dieser Umstand als an sich negativ beschrieben werden könnte, wurden die wenigen kritischen Bemerkungen durch positive neutralisiert. So hieß es etwa in einigen Kommentaren, dass man den Menschen in dieser Krisenzeit doch wenigstens die kleinen Freuden wie Gartenarbeit lassen sollte und deswegen auch der Andrang verständlich bzw. zu akzeptieren wäre. Das diszipliniert in der Reihe Stehen wurde ebenfalls lobend erwähnt.

Obi wurde am meisten vermisst

Vergleicht man die Ergebnisse der Medienresonanzanalyse mit den Resultaten der bereits vor Ostern veröffentlichten "OBSERVER" Marktforschung, so wird die Vormachtstellung der Top 3 Baumärkte noch deutlicher. In der österreichweiten Umfrage unter 1.000 Personen (ORF-Bericht) hatte "OBSERVER" u. a. gefragt, welchen Baumarkt die Österreicher am meisten vermissen. Wie auch in der Analyse standen in der Umfrage Hornbach, Obi und Bauhaus an vorderster Stelle. 39% vermissten laut Umfrage Obi, 16% Hornbach und 15% Bauhaus.

Die Marktforschung zeigte weiters, dass es für 62% persönlich eher wichtig bis sehr wichtig war, dass die Baumärkte wieder öffnen. Nur auswärts Essen und Trinken (81%), gemeinsame Aktivitäten (64%) und Friseur- sowie Kosmetikbesuche (63%) waren noch wichtiger.

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