Österreich: Als Agrar-Exportnation erfolgreich

Die Entwicklung stetig steigender Agrar-Exporte seit 1995 setzt sich konsequent fort: Nach einem erfolgreichen Ausfuhrjahr 2012 mit einem Exportwert von mehr als 9 Mrd. Euro entwickeln sich die Ausfuhren der österreichischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft auch im ersten Halbjahr 2013 positiv (+4,5% im Wert).

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Die Entwicklung stetig steigender Agrar-Exporte seit 1995 setzt sich konsequent fort: Nach einem erfolgreichen Ausfuhrjahr 2012 mit einem Exportwert von mehr als 9 Mrd. Euro entwickeln sich die Ausfuhren der österreichischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft auch im ersten Halbjahr 2013 positiv (+4,5% im Wert). Einem Agrarexport von 8.441.417 Tonnen stand 2012 ein Import von 7.999.603 Tonnen gegenüber. Österreich untermauert seine Stellung als bedeutender Exporteur von Agrarerzeugnissen. Damit tragen die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft maßgeblich zum österreichischen Gesamterfolg auf den Auslandsmärkten bei.

Deutschland ist Österreichs Exportland Nr. 1, gefolgt von Italien
Rund ein Drittel der gesamten agrarischen Exporte geht ins große Nachbarland Deutschland. Die Bundesrepublik ist mit Agrarexporten im Wert von erstmals mehr als drei Milliarden Euro der mit Abstand wichtigste Abnehmer Österreichs. Italien steht mit 1,3 Mrd. Euro an zweiter Stelle.

Gute Entwicklung auf den EU-13-Märkten
Besonders in den EU-Ländern, die in den Jahren nach 2004 beigetreten sind, hat Österreich seine Chancen erfolgreich genutzt. Die Bedeutung dieser Märkte für die rot-weiß-roten Agrarexporte ist seit ihrem Beitritt zur EU stetig gewachsen.

Deutlich zu spüren war in den jungen EU-Ländern allerdings die wirtschaftlich angespannte Situation mit rückläufiger Kaufkraft. Dem bisherigen Spitzenreiter Ungarn, aber auch Slowenien und Tschechien auf den Plätzen 2 und 3, fehlte die Nachfrage für österreichische Lebensmittel.

USA weiter stark
Hervorragend entwickelt haben sich im vergangenen Jahr mit einer Wertsteigerung von 16% die Warenströme in die USA, vor allem bei nicht-alkoholischen Getränken. Auch österreichischer Käse findet dort zunehmend Liebhaber. Ebenso erfreulich präsentieren sich die Zahlen im Export nach der Schweiz, den Niederlanden oder ins Feinschmeckerland Frankreich.

Ein Drittel der gesamten Exporte geht nach Deutschland
Gerade auf dem deutschen Markt konnte die österreichische Agrarwirtschaft mit einer Steigerung von 6,7% im ersten Halbjahr eine erfreuliche Wertsteigerung verzeichnen. 2012 waren agrarische Erzeugnisse im Wert von mehr als 3 Mrd. Euro ins Nachbarland geliefert worden. Die exportierte Menge stieg damit auf über 2,6 Mio. Tonnen. Wichtigste agrarische Umsatzbringer sind seit vielen Jahren Milch und Milchprodukte sowie Fleischzubereitungen wie Wurst, Schinken und Speck. Die Ausfuhr von Rindfleisch, aber auch von Geflügel entwickelt sich in den letzten Jahren sehr erfreulich. Frisches und veredeltes Obst und Gemüse verbuchen knapp ein Viertel der Exporte auf ihr Konto.

Deutsche haben Appetit auf Obst aus Österreich
Apfel, Marille & Co. sind bei den Deutschen beliebt. Auch dieses Segment entwickelte sich positiv und erreichte 2012 mit 66.226 Tonnen Liefermenge einen Ausfuhrwert von mehr als 98 Mio. Euro. Ein großer Anteil der Frischobst-Exporte entfällt auf Äpfel mit rund 26% Anteil am Lieferwert.

Konsequentes Exportmarketing als Erfolgsbasis
Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, sieht die Exporterfolge in der langjährigen und konsequenten Arbeit der österreichischen Exporteure begründet. Österreich habe sich seit seinem EU-Beitritt 1995 als Agrar-Exportnation fest in Europa und darüber hinaus weltweit etabliert. Die beeindruckenden Steigerungen der letzten Jahre zeigen das deutlich. Stark unterstützend habe dabei auch Österreich als beliebtes Tourismusziel bei den Deutschen gewirkt. „Im Urlaub machen deutsche Gäste Bekanntschaft mit österreichischen Erzeugnissen. Die genießen dann einen Sympathie-Bonus, wenn die Einkaufswägen im deutschen Supermarkt gefüllt werden“, so der AMA-Marketing-Chef.

Das österreichische Agrarmarketing setzt weiter auf Natürlichkeit, hohe Qualität, vielfältigen Geschmack und laufende Innovationen. Diesen Mix schätzen die deutschen Konsumenten ebenso wie die Schlüssigkeit und Kontinuität des Auftritts heimischer Lebensmittel in unserem Nachbarland. Gedämpfte wirtschaftliche Erwartungen auf manchen Märkten können die Dynamik der österreichischen Exporte nicht bremsen. „Der Inlandsmarkt ist für uns Österreicher ein wichtiges Standbein. Trotzdem brauchen wir die gesunde Ergänzung von Inlandsmarkt und Export. Gerade veredelte landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Rohstoffen aus Österreich sind im Ausland stark gefragt.“ (AMA)

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