Obst und Gemüse: Einkaufsmenge rückläufig

Die Einkaufsmengen an frischem Obst haben sich in Deutschland im letzten Jahrzehnt rückläufig entwickelt, seit 2003 schrumpfte die Einkaufsmenge nach einer AMI Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels jährlich um knapp 2%. Aber es gibt auch Erfolgsgeschichten im Obstsortiment.

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Die Einkaufsmengen an frischem Obst haben sich in Deutschland im letzten Jahrzehnt rückläufig entwickelt, seit 2003 schrumpfte die Einkaufsmenge nach einer AMI Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels jährlich um knapp 2%. Aber es gibt auch Erfolgsgeschichten im Obstsortiment. So legten die Einkaufsmengen bei Beerenobst jährlich um gut 1% zu. Hauptverantwortlich für diese positive Entwicklung waren beispielsweise Heidelbeeren mit jährlichen Zuwachsraten von fast 11%, Himbeeren mit jährlich ca. 7% sowie einzelne Exoten wie Granatäpfel oder Physalis. 

Durch die Einführung kleinerer Verpackungseinheiten konnte man bei Strauchbeeren den Markt für "Naschobst" erobern. Denn zum einen bleibt man bei kleineren Mengen unter gewissen Schwellenpreisen für Impulskäufe, zum anderen braucht der Verbraucher für gesundes Naschen auch nur kleinere Mengen. Bei beiden Beerenobstarten wurde der Absatz auch durch eine Saisonverlängerung gesteigert, dies betrifft neben den Importen aber auch die heimische Saison. Denn Regionalität ist auch bei Strauchbeerenobst ein Thema, an dem man nicht vorbeikommt. 

Die Einkaufsmengen an frischem Gemüse stagnieren seit 2003. Doch auch hier gibt es einzelne Produkte, die für viele Privathaushalte in Deutschland anscheinend einen besonderen Nutzen haben. So wurden seit 2003 jährlich 11% mehr küchenfertige Salate und jährlich 8% mehr fertiges Suppengemüse gekauft. Hier liegt der Aspekt der zeitsparenden Zubereitung auf der Hand. Die erfolgreiche Entwicklung bei Cocktail/Cherry-Tomaten mit jährlichen Wachstumsraten von 14% dürfte insbesondere auf die Eignung dieser Artikel zum Zwischendurch-Verzehr zurückzuführen sein. 

Welche weiteren Faktoren den Absatz noch begünstigen und wo noch Absatzpotential genutzt werden kann soll auf dem 3. AMI Europäisches Obst- und Gemüseforum am 8./9. November 2012 in Berlin diskutiert werden. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Thema "Produktion auf Anforderung". Namhafte Referenten aus Wirtschaft und Forschung werden über zukünftige Megatrends am Obst- und Gemüsemarkt berichten und dabei die Anforderungen sowohl der Verbraucher als auch des Handels und der Großverbraucher beleuchten. In einer Podiumsdiskussion werden die Erfolgsfaktoren Bio und Regionalität behandelt. 

Am zweiten Tag werden Vorträge zum Thema Sicherheit, Qualität und Einkaufserlebnis im Mittelpunkt stehen. Abgerundet wird die Veranstaltung mit Parallel-Foren für Obst und für Gemüse, in denen die aufgezeigten Entwicklungen konkretisiert werden sollen. (Quelle: AMI) 

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldeformulare finden Sie unter www.AMI-informiert.de.

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