Nitrat im Grundwasser: Es bleibt noch viel zu tun

Die Verunreinigung der Gewässer mit Nitrat in den Ländern der Europäischen Union ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor.

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Die Verunreinigung der Gewässer mit Nitrat in den Ländern der Europäischen Union ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor. In Deutschland sind die Nitratkonzentrationen im Grundwasser jedoch im Vergleich zu anderen EU-Ländern noch immer besonders hoch. Grundlage waren Daten aus den EU-Mitgliedstaaten der Jahre 2008 bis 2011.

Die Wasserressourcen in der EU werden weiterhin durch landwirtschaftliche Einträge belastet. Insbesondere der Einsatz von Düngemitteln müsse optimiert werden, erklären die Experten. Als problematische Bereiche werden in dem Bericht die neuen Energiepflanzen und die Biogasindustrie, die Intensivierung der tierischen Erzeugung und der Gartenbau genannt. Im Gartenbau zum Beispiel erhalten die Landwirte laut EU-Kommission noch nicht genügend Anreize, um den Einsatz von Nitratdünger einzuschränken.

Im Zeitraum 2008 bis 2011 lag der Nitratgehalt im Grundwasser bei 14,4% der Standorte in der EU bei über 50 mg/l und an 5,9% der Standorte bei 40 bis 50 mg/l. Die niedrigsten Nitratkonzentrationen wurden in Finnland, Lettland, Litauen und Schweden gemessen, die höchsten in Deutschland (rund 50% der Standorte über 50 mg/l) und Malta (rund 70% der Standorte über 50 mg/l).

Beim Oberflächenwasser lag der Nitratgehalt bei 2,4% der Standorte in der EU bei über 50 mg/l. Am stärksten belastet war Oberflächenwasser in Malta, im Vereinigten Königreich und in Belgien. Zudem leiden knapp 40% der Seen in Europa unter Eutrophierung. In den Niederlanden sind sogar 100% des Süßwassers von dem vermehrten Nährstoffeintrag betroffen.

Die Nitratrichtlinie ist seit 1992 in Kraft und soll EU-weit die gute landwirtschaftliche Praxis fördern und dadurch die Gewässerbelastung durch Nitrate aus landwirtschaftlichen Quellen verringern. (Qielle: www.aid.de)

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