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Niederlande: Weitere Verdachtsfälle von Clavibacter
Vier niederländische Tomatenproduzenten sind jetzt von einer Clavibacter-Infektion ihrer Bestände betroffen. Das berichten niederländische Medien unter Berufung auf einen der betroffenen Gärtner, der selbst anonym bleiben will.
Zwar neige sich in den Gewächshäusern des betroffenen Unternehmens die Tomatenernte dem Ende entgegen, noch werde aber produziert, obwohl bereits viele Pflanzen aus dem Gewächshaus entfernt worden seien. Teilweise zeigten die Blätter der befallenen Pflanzen deutliche Anzeichen von Clavibacter.
Der betroffene Gärtner sagte, dass er mit vielen verschiedenen Sorten verschiedener Saatgutfirmen gearbeitet habe und es daher schwierig sei, genau festzustellen, woher die Infektion kam.
Die Behörde für Lebensmittelsicherheit (nVWA) ist informiert worden, konnte aber zunächst keine Angaben zu den Fällen machen. Es sei unklar, ob diese 4 genannten Fälle schon bekannt waren oder ob es sich tatsächlich um Neuinfektionen gehandelt habe.
Clavibacter hat in der EU einen Quarantäne-Status und ist die schlimmste Bakterienkrankheit der Tomate. Sie ist umso gefährlicher, als es bislang keine bewilligten Pflanzenschutzmittel zu ihrer Bekämpfung gibt. Behandlungen mit kupferhaltigen Mitteln wirken nur vorbeugend und stoßen an ihre Grenzen, sobald die Dichte des Inokulums eine gewisse Schwelle überschritten hat. Nur vorbeugende Maßnahmen und frühzeitiges Erkennen der Symptome, gefolgt von sofortigem Entfernen der befallenen Pflanzen können helfen, größere Schäden zu verhindern.

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