FloraHolland: Mitglieder zeigen Verständnis für Maßnahmen

Auf der Hauptversammlung von FloraHolland am 12. Dezember in Naaldwijk haben die Mitglieder den Vorschlägen der Geschäftsführung zugestimmt. Die Anwesenden gaben ihr Einverständnis zu den vorgeschlagenen Beiträgen, Provisionen und Gebühren für das Jahr 2014.

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Auf der Hauptversammlung von FloraHolland am 12. Dezember in Naaldwijk haben die Mitglieder den Vorschlägen der Geschäftsführung zugestimmt. Die Anwesenden gaben ihr Einverständnis zu den vorgeschlagenen Beiträgen, Provisionen und Gebühren für das Jahr 2014. Im Rahmen der Veränderung der Managementstruktur von FloraHolland zum 1. Januar wurde über die elf vorgeschlagenen Kandidaten für den Aufsichtsrat und über die fünf Kandidaten für den Hauptversammlungsausschuss abgestimmt. Alle Kandidaten erhielten auf der Versammlung das Vertrauen der Mitglieder.

Viel Bewegung in der Branche
Der Markt, in dem die Mitglieder von FloraHolland agieren, ist im Wandel begriffen und steht unter Druck. Dadurch ist in den jeweiligen Unternehmen der Mitglieder und im Rest der Kette vieles in Bewegung. Rens Buchwaldt, Vertreter des Vorsitzenden der Geschäftsführung, stellt fest: "FloraHolland, Ihr genossenschaftliches Unternehmen, hat die Aufgabe, diese Bewegung zu unterstützen und zugleich in die richtige Richtung zu lenken. Darüber hinaus muss FloraHolland dem genossenschaftlichen Interesse dienen. Angesichts der Vielzahl der individuellen Veränderungen und Interessen ist das keine leichte Aufgabe. Wir holen uns Unterstützung bei den Produktkommissionen, bei unseren Beiräten, aber auch bei den Arbeitsgruppen. Und wir stehen in engem Kontakt mit Kettenpartnern, wie der Genossenschaft der Zierpflanzenspediteure, mit dem Vorstand der VGB, aber auch mit der Initiative der Santpoortkommission."

Erforderliche Maßnahmen
FloraHolland ergreift Initiativen zur Unterstützung ihrer Mitglieder beim wachsenden Anteil des Direktabsatzes und bei einer individuelleren Gestaltung der Versteigerung vor der Uhr. 2013 gab das Unternehmen bekannt, dafür einige erforderliche Maßnahmen treffen zu müssen. FloraHolland wird künftig noch stärker aus einem betriebswirtschaftlichen Fokus heraus agieren, wobei das Produkt und der Absatz der Mitglieder noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Der beschleunigte Rückgang des Uhrenumsatzes infolge der Entscheidung der Mitglieder für eine Steigerung des Direktabsatzes hat auch Konsequenzen für die Arbeitsplätze. Zusätzlich zur natürlichen Mitarbeiterfluktuation wird das Unternehmen 200 Vollzeitstellen abbauen.

Finanzielle Folgen
Das reguläre Betriebsergebnis wird erwartungsgemäß mit einer Null oder mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden. Die oben genannten Maßnahmen werden insgesamt 20 Mio. Euro kosten. Zusammen mit der Neubewertung von Grundstücken in Naaldwijk in Höhe von 10 Mio. Euro bedeutet das einen Verlust von 30 Mio. Euro. Zur Deckung der erforderlichen 20 Mio. Euro für die Umstrukturierung möchte FloraHolland die Hälfte des Liquiditätsbeitrags der Mitglieder über das Jahr 2013 einbehalten. Der kaufmännische Geschäftsführer Erik Leeuwaarden sagte dazu auf der Hauptversammlung: "20 Mio. Euro sind sehr viel Geld. Es wäre uns lieber gewesen, wenn wir Sie nicht darum hätten bitten müssen. Aber diese Konsequenz ergibt sich aus den Entscheidungen der Mitglieder. Der Liquiditätsbeitrag von 1%, den wir von unseren Mitgliedern einfordern, ist satzungsgemäß für die Deckung von eventuellen Verlusten vorgesehen."

Wahl des Aufsichtsrats und des Hauptversammlungsausschusses
Die Mitglieder haben auf der Hauptversammlung den neuen Aufsichtsrat und den Hauptversammlungsausschuss gewählt. Vier Vorstandsmitglieder und zwei Aufsichtsräte wurden verabschiedet. Vorstandsvorsitzender Bernard Oosterom: "Dies ist die letzte Mitgliederversammlung innerhalb der alten genossenschaftlichen Struktur. Im Juli dieses Jahres haben wir uns für eine neue Struktur entschieden. Zum 1. Januar wird es keinen Mitgliedsvorstand mehr geben. Ab dem Zeitpunkt wird die Geschäftsführung die Genossenschaft formal leiten. Diese Entscheidung ist sorgfältig vorbereitet worden. Gemeinsam haben wir Methoden gefunden, wie wir das Unternehmen schlagkräftig steuern und das Mitspracherecht der Mitglieder gewährleisten können." (Quelle: FloraHolland)

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