Selecta one: Versuch zu insektenfreundlichen Pflanzen

Um eine Untersuchung zu insektenfreundlichen Pflanzen durchzuführen nutzte Selecta one den Sommer 2017.

Selecta one führt Versuch zu insektenfreundlichen Pflanzen durch.

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Den Sommer 2017 nutzte Selecta one, um in Kooperation mit der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Heidelberg, der Gärtnerei Staudenrausch und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim eine Untersuchung zu insektenfreundlichen Pflanzen durchzuführen. Ziel des Projektes zur Entwicklung und Einführung eines bio-diversitären Züchtungsprogramms zur Steigerung der Attraktivität des urbanen Grüns für Insekten war es, durch Ermittlung der Präferenz von blütenbesuchenden Insekten, Informationen zu gewinnen, welche Sorten besonders von Insekten beflogen werden und zu deren Ernährung beitragen. Hintergrund des Projektes ist es, das Selecta-Sortiment mit insektenfreundlichen Sorten zu verstärken.

Wenn sich im Herbst die Blätter bunt färben und abfallen, werden Beet- und Balkonpflanzen durch Stauden und Callunen ersetzt. In dieser Zeit wandern nicht nur Vögel in wärmere Gefilde, sondern auch Schmetterlingsarten wie Admiral und Distelfalter begeben sich in den Süden. Die natürlichen Nahrungsquellen der Insekten versiegen im Spätsommer. Ab diesem Zeitpunkt sind „Beet- & Balkonpflanzen (B&B) wie Bracteantha und Heliotrop als zeitliche Verlängerung der natürlichen Nahrungsquellen anzusehen. Sie fördern und unterstützen die vorhandenen Bestäuber bzw. Insekten in blüharmen Perioden“, so Ute Ruttensperger vom Fachbereich Gartenbauliches Versuchswesen der LVG Heidelberg.

Fundierte Daten und wissenschaftliche Belege, welche B&B-Sorten wirklich insektenfreundlich sind, gibt es auf dem Markt nur wenige. „Bienenfreundlichkeit ist in aller Munde. Jeder hat ein bienenfreundliches Konzept. Oftmals mit wenig Inhalt gefüllt, denn man weiß wenig, was wirklich insektenfreundlich in Bezug auf Zierpflanzen heißt“, erklärt Lea Kretschmer, Doktorandin an der Universität Hohenheim Landesanstalt für Bienenkunde. „Was wir aber sicher wissen - dass in den letzten Jahren mancherorts die Zahl der Insekten, um bis zu 80% zurück-gegangen ist. Dies zeigen Untersuchungen, die seit 1989 vom NABU durchgeführt werden. Hier wollen wir eingreifen und zum Erhalt der Biodiversität beitragen“, so Sebastian Mainz, Senior Trade Marketing Manager bei Selecta one.

Das Kooperationsprojekt untersuchte daher in den Monaten Juni bis August das Insektenverhalten an drei Standorten. An der Uni Hohenheim, der Versuchsfläche von Selecta one in Stuttgart und bei der LVG Heidelberg wurden je 30 Beobachtungen von jeweils zwei Minuten durchgeführt, um zu ermitteln welche Sorten besonders attraktiv für Insekten sind. In das Projekt wurden alle zur Bestäubung beitragenden Insekten einbezogen. Dazu gehören neben der Honigbiene auch Schwebfliegen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und „sonstige“ Bestäuberinsekten. In Deutschland heimisch sind 36 Hummelarten, rund 440 Schwebfliegenarten, über 500 Wildbienenarten und etwa 3700 Schmetterlingsarten von Tag- und Nachtfaltern. Diese ernähren sich zu Beginn vermehrt von Pollen und Nektar der Blüten verholzender und nicht verholzender Blühpflanzen in der Natur. Im Laufe des Sommers versiegen diese Quellen immer mehr und die Insekten greifen vermehrt auf Beet- und Balkonpflanzen zurück.Um ausreichend Bienenflug zu gewährleisten wurden sonnige, trockene und warme Tage in den Sommermonaten für die Beobachtungen ausgewählt. Verschiedene Sorten unterschiedlicher Arten wurden in die Versuche miteingezogen. Die Versuchsauswertung zeigte, dass es keine Sorte gab, die nicht angeflogen wurde. Jedoch zeigte sich, dass die Anzahl der Insekten, die innerhalb der zweiminütigen Beobachtungen auf einer Sorte erkennbar waren, in starkem Maße von der Anzahl der geöffneten Blüten anhängig war.

Folgende Ergebnisse konnten unter anderem ermittelt werden: Die Sorte Bracteantha Mohave® Yellow ist im Vergleich die insektenfreundlichste Sorte unter den Strohblumen im Selecta Sortiment. Diese Sorte ist vor allem für große und kleine Wildbienen (wie zum Beispiel Furchenbienen - Halictus spec.) interessant. Bestätigt wurde die Annahme darin, dass einfache oder halbgefüllte Dahliensorten im Gegensatz zu gefüllten Sorten insektenfreundlich sind und eine sehr gute eine zusätzliche Nahrungsquelle darstellen. Insbesondere die Sorten Dalaya Krishna, Dalaya Shari, Dalaya Shiva und Dalaya Yogi haben einen großen Anteil an geöffneten Blüten. Das heißt die Antheren sind sichtbar und die Blüten sind damit für Bestäuberinsekten interessant. (Quelle: Selecta One)

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