Schmidt Spiele: „Die Gärten von Versailles“

Mit Tempo und Geschick gestalten die Landschaftsarchitekten gleichzeitig den berühmten Schlosspark im Spiel „Gärten von Versailles“.

In den "Gärten von Versailles" hat keiner Zeit zum Lustwandeln.

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Bis Ludwig XIV. („Der Staat bin ich!“) erstmals so richtig die Schönheit der riesigen Gärten vor Schloss Versailles genießen konnte, musste er 23 Jahre warten. So lange dauerte die Fertigstellung des über 800 Hektar großen Parks, bis das berühmte „Leben wie Gott in Frankreich“ möglich wurde. Wesentlich schneller als die Landschaftsgestalter des Barock-Königs sind die Landschaftsarchitekten unserer Tage, die mit einem neuen Familienspiel „Die Gärten von Versailles“ in weniger als einer halben Stunde errichten. Und das mit gerademal bis zu vier Gärtnern am Spieletisch.

Was sich im 17. Jahrhundert über jahrzehntelange Bauphasen hinzog, klappt jetzt schneller, weil die beiden Spieleautoren Lena und Günter Burkhardt alle Gartenarchitekten (ab acht Jahren) gleichzeitig zupacken lassen. Alle Spieler sind in zwei Durchgängen mit jeweils sieben Runden am Zug. Da gibt es kein Ausruhen! In jeder Runde werden quadratische Landschaftsplättchen von den Spielern erworben. Auf diesen Plättchen befinden sich immer vier Landschaften. Das können Gebäude, Wasserspiele, Alleen, Rabatten oder Hecken sein. Mit diesen Plättchen muss jeder einzelne Spieler seinen Beitrag zur Errichtung der „Gärten von Versailles“ leisten. Wer geschickt und mit etwas taktischem Gespür die passende Zahlenkarte wählt, kann in jeder Runde Schritt für Schritt seinen Gartenanteil zu großen zusammenhängenden Gebieten erweitern und ausbauen. Kante an Kante und Farbe an Farbe. Für all die Mühe gibt's nach dem ersten Durchgang nicht nur viel Lob vom König, sondern bei der Zwischenwertung vor allem auch wichtige Siegpunkte.

Gewonnen ist damit aber noch lange nichts: Denn im zweiten Durchgang können sie durch den weiteren cleveren Aus- und Anbau ihrer Gartenanlagen Mehrheiten schaffen und zusätzliche Punkte ergattern. „Obergärtner“ und vom König in den Adelsstand erhoben wird natürlich der, der zum Schluss die meisten Punkte erspielt hat.

„Die Garten von Versailles“ ist ein abwechslungsreiches Legespiel, das dank seiner schnellen Spielmechanik keine Zeit zum Lustwandeln lässt, dafür aber überaus kurzweilig zu immer wieder neuen Runden animiert.

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