Royal FloraHolland: Stabiler Umsatz

Obgleich die 3. Periode (vom 27. Februar bis 26. März 2017) einen wichtigen Feiertag weniger hatte, erzielte Royal FloraHolland den gleichen Umsatz wie im vorigen Jahr.

Topfpflanzenversteigerung bei FloraHolland in Aalsmeer. Bild: GABOT.

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Der internationale Frauentag und der Muttertag in Großbritannien sorgten für eine so starke Nachfrage, dass die Umsatzhöhe des letzten Jahres auch dieses Jahr erreicht wurde. Und der letztjährige Umsatz war für die 3. Periode bereits ein Umsatzrekord. Vor allem der Absatz zum internationalen Frauentag war gut, denn die Nachfrage aus Russland war hoch, aber auch in den umliegenden Ländern wird der internationale Frauentag immer häufiger mit Blumen begangen.

Umsätze vergleichen

Vergleiche zwischen Perioden anhand von Umsätzen in aufeinander folgenden Jahren sind manchmal schwierig, weil sich die Feiertage verschieben und somit die Verkaufsspitzen. In der 3. Periode des vorigen Jahres lagen der internationale Frauentag, der Muttertag in Großbritannien und Ostern. Dieses Jahr sind der Muttertag in Großbritannien und Ostern 3 Wochen später, wodurch die Absatzspitze für Ostern nicht in diese 3. Periode fällt.

Kumuliert verzeichnet der Umsatz jetzt ein Wachstum von 0,5%, was durch eine um 6,5% geringere Anlieferung und einen durchschnittlichen Preisstand erzielt wird, der 7% über dem des Vorjahres liegt.

Direkthandel

Der Anteil des Direkthandels nimmt zu. Bei den Schnittblumen geht es jetzt in Richtung auf 40% mit einem Wachstum um 2 Prozentpunkte. Immer mehr Schnittblumen werden über den Direkthandel verkauft, wobei die Produkte, die in großen Mengen bestellt werden, wie Tulpen, Chrysanthemen und Lilien führend sind. Rosen bleiben mit einem Anteil von 34% des Absatzes noch etwas darunter, doch auch hier steigt der Anteil.

Bei den Zimmerpflanzen gab es einen Anstieg um 2 Prozentpunkte auf 78%. Hier werden alle Produkte immer häufiger über Direkthandel abgesetzt. Bei den Gartenpflanzen war nur ein Anstieg um 1 Prozentpunkt auf 68% zu verzeichnen. Auch hier werden immer mehr Produkte über den Direkthandel abgesetzt, gerade jetzt, wo das Angebot der Gartenpflanzen weiter steigt.

Exportwert steigt um 8,5%

Die Exportzahlen über den Monat Februar sind die jüngsten Zahlen von Floridata. Per saldo stieg der Export von Blumen und Pflanzen um 7%, denn der Export von Schnittblumen stieg um 9% und der von Zimmerpflanzen um 2%. Kumuliert stieg der Export bis Februar um 8,5%. Bei den Schnittblumen sehen wir einen starken Aufschwung des Exports nach Russland. Einerseits stieg der Wert des Rubels, andererseits stieg die Nachfrage durch den internationalen Frauentag, wodurch der Export von Schnittblumen nach Russland um 38% stieg. Russland stand dadurch in der 3. Periode wieder an 4. Stelle in der Reihenfolge bei Schnittblumen. Der Absatz nach Großbritannien stand im Februar unter Druck und sank um 13%. Das lag an den durch den Brexit verursachten Gefühlen und dadurch, dass der Muttertag in Großbritannien 3 Wochen später ist.

Das Wachstum des Exports war im Februar wesentlich stärker als das Wachstum bei der Royal FloraHolland. (Quelle: Floridata und Royal FloraHolland)

Anlieferung von Schnittblumen um 6% rückläufig

Bei den Schnittblumen stieg der Umsatz in der 3. Periode um 2%. Die Anlieferung war 6% niedriger und der durchschnittliche Preis lag 7% über dem Vorjahr. Fast auf der ganzen Linie war die Anlieferung niedriger, außer bei Lisianthus, Freesien und Alstroemerien, von denen wesentlich mehr angeliefert wurde. Bei der Preisbildung hoben sich vor allem Rosen ab, mit einem durchschnittlichen Preis, der 15% über dem des Vorjahres lag.

Umsatz von Zimmerpflanzen steigt um 2%

Auch hier wurden geringere Stückzahlen angeliefert, 4%, und der durchschnittliche Preis lag 6% über dem des Vorjahres. So stieg die Anlieferung von Anthurien um 22%, die Anlieferung von Topfnarzissen sank dahingegen um genau diesen Prozentsatz. Die Preisbildung war bei den einzelnen Produktgruppen unterschiedlicher. Vor allem die grünen Pflanzen und Frühjahrsprodukte wie Primeln, Campanula und Hydrangea erzielten im Vergleich zum Vorjahr höhere Preise.

Gartenpflanzensaison kommt früher in Gang

Bei den Gartenpflanzen stieg der Umsatz um 10%. Die Anlieferung nahm um 2% ab, während der durchschnittliche Preis um 12% stieg. Die Umsatzsteigerung wird durch das schöne Frühlingswetter verursacht und dadurch, dass ein immer schwereres Produkt in immer größeren Topfen angeliefert wird, wodurch der durchschnittliche Preis automatisch höher liegt. Die auffälligste Gartenpflanze war aber die Primel mit einer 16% höheren Anlieferung und einem durchschnittlichen Preis, der 18% über dem des Vorjahres lag.

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