Risikomanagement: Agrarminister tagen in Tallin

Zu einer informellen Tagung in Tallin - der Hauptstadt Estlands - trafen sich vom 3. bis 5. September 2017 die EU-Agrarminister.

Die Agrarminister trafen sich in Estlands Hauptstadt. Bild: GABOT.

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Vom 3. bis 5. September 2017 trafen sich die EU-Agrarminister zu einer informellen Tagung in Tallin, der Hauptstadt Estlands. Die estnische Ratspräsidentschaft hatte vor allem zu Beratungen zu einer zukünftigen Strategie für Risikomanagement nach 2020 in der Landwirtschaft eingeladen. Laut Agrarkommissar Phil Hogan steht eine stärkere Förderung des Risikomanagements in der Landwirtschaft unter Finanzierungsvorbehalt. Da das Budget der EU durch den Austritt Großbritanniens um mehrere Mrd. verringert werde, sind weitere Maßnahmen im Bereich Landwirtschaft derzeit nur schwer planbar. Trotz allem betonte Hogan, dass Maßnahmen zu Risikoabsicherung erforderlich seien.

Estlands Landwirtschaftsminister, Tarmo Tamm, plädierte für den Aufbau von Investmentfonds, die in Teilen die Verantwortung für das Risikomanagement übernehmen sollten, sowie einen Grundversicherungsschutz zur Abfederung der landwirtschaftlichen Einkommensrisiken. Zudem sollten Versicherungen gegen klimabedingte Produktionsausfälle gestärkt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sprach sich bei dem Ratstreffen für eine Stärkung des Risikomanagements der Landwirte aus. Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) fordert seit Jahren staatlich geförderte Risikomanagement-Instrumente. Diese sowohl über die Möglichkeit einer Risikoausgleichsrücklage als auch innerhalb der neuen EU-Gesetzgebung zur Pflanzengesundheit. Zuletzt forderte der ZVG in der EU-Konsultation zu einer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eine stärkere Ausrichtung der GAP Richtung Risikomanagement. (ZVG)

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