Niedersachsen: Heidelbeersaison eröffnet

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat in Kirchdorf (Landkreis Diepholz) gemeinsam mit der deutschen Heidelbeerkönigin Helena I. die Heidelbeersaison eröffnet.

Heidelbeeren. Bild: Rosa-Maria Rinkl, www.wikimedia.de.

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„Niedersachsen ist mit rund 1.800 ha Anbaufläche nicht nur das Blaubeerland Nr. 1 in Deutschland, sondern auch eine führende Heidelbeerregion Europas. Hier werden rund drei Viertel aller deutschen Heidelbeeren geerntet", sagte Minister Meyer. „Heidelbeeren sind nicht nur sehr lecker, sondern auch noch sehr gesund. Die Verbraucher schätzen vor allem die Früchte aus regionaler Herkunft. In Niedersachsen haben sie mit vielen Direktvermarktern und Selbstpflückanlagen vielerorts die Gelegenheit, besonders frische Früchte zu bekommen."

Die Heidelbeerernte in Niedersachsen erbrachte im vergangenen Jahr rund 7.400 t Früchte. Zahlreiche niedersächsische Heidelbeeranbauer hatten sich 2016 zur Vermarktungsgemeinschaft „Die blauen Höfe" zusammengeschlossen. Mittlerweile gehören 46 Betriebe der Marketinginitiative an. Sie bieten nicht nur Heidelbeeren zum Selbstpflücken, sondern auch Hofläden, Cafés und Restaurants, Heidelbeerfeste und Führungen an - nach dem Motto „Heidelbeeren zum Essen, Betriebe zum Anfassen". Auch der Hof von Heinrich Thiermann in Kirchdorf, Gastgeber der diesjährigen Saisoneröffnung, gehört zu den „Blauen Höfen". Die Vermarktungsinitiative wird vom Land Niederachsen gefördert.

Jährlich werden in Deutschland bis zu 12.000 t Heidelbeeren auf rund 400 Betrieben geerntet, 150 davon wirtschaften in Niedersachsen. „Die Früchte sind besonders kalorienarm, sie stecken voller Aroma, Vitamine und Mineralstoffe und gelten als blutdrucksenkend", so Minister Meyer. „Ich freue mich, dass immer mehr Verbraucher die Vorzüge dieser vielseitigen Beeren erkennen - am besten ist es natürlich, wenn sie zu Heidelbeeren aus regionalem Anbau greifen."

Nach Aussage des Bundes deutscher Heidelbeeranbauer (BdH) ist für die jetzt beginnende Erntesaison nur mit einer unterdurchschnittlichen Ernte zu rechnen. Grund seien vor allem die Spätfröste in vielen Anbauregionen. Der Verband erwartet daher auch steigende Erzeugerpreise. Die Qualität der Beeren werde aber auch in diesem Jahr besonders hoch sein. Zu erwarten seien „große, aromatische Früchte", heißt es beim BdH. (ML Niedersachsen)

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