Mostobst: Frost sorgt für Mini-Ernte

Die Mostobsternte fällt in der Schweiz heuer so klein aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Importe sind nötig.

In der Südschweiz gab es mehr Mostobst als in nördlichen Gebieten. Bild: ji.

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Rund 28.000 t Mostobst haben die schweizer Bauern geerntet: 22.000 t Äpfel, 6.000 t Birnen. Bei den Äpfeln entspricht die diesjährige Menge lediglich 24% einer Normalernte, bei den Birnen sind es ca. 39%.

Gemäß Schweizer Obstverband handelt es sich um die kleinste Ernte seit der elektronischen Erfassung im Jahr 1974. Ramseier, die größte Mosterei der Schweiz, meldet, dass es sich gar um die kleinste Ernte seit 60 Jahren handelt. Grund für die mageren Erträge sind die Frostnächte Ende April.

Gemäß Obstverband beträgt die Gesamtversorgungslage 60 t. Die Nachfrage könne nicht ganz bis zur nächsten Ernte abgedeckt werden, Importe seien deswegen nötig, heißt es in einer Mitteilung.

"Wir können unseren Bedarf an Mostobst für die Produktion leider nicht vollumfänglich bis zur nächsten Ernte im Herbst 2018 decken", schreibt Ramseier in einer Mitteilung. Der Apfelsaft-Hersteller muss deshalb Mostobst-Konzentrat importieren.

Besser sieht es bei den Säften aus, die das "Hochstamm Suisse"-Label tragen. Hier reiche die geerntete Menge, so Ramseier. (Quelle: LID.CH)

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