Baden-Württemberg: Kleine Apfelernte 2012

In Baden-Württemberg wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2012 mit einer kleineren Apfelernte gerechnet. Dies wird durch die ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter von Mitte Juli belegt.

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In Baden-Württemberg wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2012 mit einer kleineren Apfelernte gerechnet. Dies wird durch die ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter von Mitte Juli belegt. Demzufolge wird nach derzeitigem Behang im Marktobstbau eine Erntemenge von 2,5 bis 2,6 Mio. Dezitonnen erwartet. Im Vorjahr waren wie im langjährigen Mittel 2006/2011 knapp 3,0 Mio. dt Äpfel aus baden-württembergischer Ernte auf den Markt gelangt. Der Ertrag beziffert sich derzeit im Durchschnitt aller Anbaugebiete und Sorten bei einer Anbaufläche von landesweit 10.170 Hektar (ha) auf voraussichtlich 250 dt/ha. Dabei werden die Ertragsaussichten der einzelnen Sorten durchaus unterschiedlich eingeschätzt. Die Erwartungen reichen bei den Hauptsorten von annähernd 190 dt/ha bei Elstar über 250 dt/ha bei Golden Delicious, 280 dt/ha bei Gala und gut 290 dt/ha bei Jonagold. 

In den nördlichen Landesteilen hatte der Frost während der Blütezeit im April/Mai einen deutlich reduzierten Fruchtansatz zur Folge. Weite Teile der Bodenseeregion wurden Ende Juni/Anfang Juli durch heftige Gewitter verbunden mit starkem Hagelschlag in Mitleidenschaft gezogen. Aber nicht nur die Äpfel, sondern auch Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen hatten unter den Wetterkapriolen zu leiden. Die Süßkirschenernte 2012 ist mit 109.000 dt (Mittel 2006/2011: 167.500 dt) bei einem Ertrag von 52 dt/ha eine der kleinsten Ernten der letzten Jahre. Die Sauerkirschenernte fällt mit 12.100 dt (Mittel 2006/2011: 23.500 dt) ebenfalls sehr niedrig aus. Dies ist zum einen eine Folge der auf 206 ha reduzierten Anbaufläche, zum anderen aber dem sehr niedrigen Ertrag von 59 dt/ha (Mittel 2006/2011: rund 100 dt/ha) geschuldet. Bei Pflaumen und Zwetschgen, dem mengenmäßig bedeutendsten heimischen Steinobst, kommen die Obstberichterstatter ebenfalls zu unterdurchschnittlichen Einschätzungen. Der prognostizierte Flächenertrag von 57 dt/ha lässt bei einer um rund ein Fünftel auf 1.500 ha eingeschränkten Anbaufläche nur eine Erntemenge von 86.300 dt (2006/2011: 219.000 dt) erwarten. 

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