Lemke: "Deutscher Meisterbrief muss erhalten bleiben"

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ist grundsätzlich für mehr Transparenz bei den Zugängen und Qualifikationsbezeichnungen für Berufe, wie die EU-Kommission dies aktuell anstrebt.

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Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ist grundsätzlich für mehr Transparenz bei den Zugängen und Qualifikationsbezeichnungen für Berufe, wie die EU-Kommission dies aktuell anstrebt. Allerdings will Lemke den deutschen Meistertitel weiterhin erhalten. Dies machte sie vor der morgigen Sitzung des deutschen Bundesrates, der sich mit diesem Thema befasst, noch einmal deutlich.

Lemke: "Der deutsche Meister hat sich bewährt. Die sehr hoch qualifizierte Ausbildung dieser Handwerker ist Garant dafür, dass die deutschen Handwerksbetriebe gute Arbeit abliefern. Das ist auch im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher. Das deutsche System der dualen Ausbildung bietet vielen Jugendlichen eine berufliche Perspektive und legt oft den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Unsere Jugendarbeitslosigkeit ist im europäischen Vergleich sehr gering. Es gibt inzwischen im Ausland viele Freunde der dualen Ausbildung, zu der auch der Meistertitel gehört. Für mich wäre es deshalb ein Treppenwitz, diese erfolgreiche Struktur, die andere europäische Länder nachahmen, jetzt ausgerechnet über europäische Regelungen einzuschränken oder gar ganz abzuschaffen." 

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