FloraHolland und Plantion: Gerichtstermin

Nachdem sich im Streit der beiden großen niederländischen Blumenvermarkter eine Einigung angedeutet hatte, kommt es nun doch anders. Am 26. Juni werden sich beide Parteien vor einem Richter wiederfinden.

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Nachdem sich im Streit der beiden großen niederländischen Blumenvermarkter eine Einigung angedeutet hatte (GABOT berichtete), kommt es nun doch anders. Am 26. Juni werden sich beide Parteien vor einem Richter wiederfinden. 

Alle Versuche die Probleme noch außergerichtlich zu lösen sind offenbar gescheitert. Während der Gespräche hatte FloraHolland einen neuen Vorschlag für eine Fortführung der Kooperation unterbreitet, der von Plantion jedoch nicht akzeptiert wurde, weil das in Ede beheimatete Unternehmen darin zu viele Einschränkungen für die Zukunft sah, wenn es um die Ausnahmegenehmigungen ging. Man ist der Auffassung, dass der neue Vorschlag von FloraHolland Plantion in Zukunft nicht genug Platz als unabhängiger Marktplatz einräumt. Aus diesem Grund ist Plantion den eingeschlagenen Klageweg weitergegangen.

Über die Klage soll am Dienstag, 26. Juni um 14.00 Uhr im Gerichtsgebäude in Amsterdam, Parnassusweg, entschieden werden. Da es sich um eine öffentliche Verhandlung handelt, können interessierte Personen der Entscheidung beiwohnen.

Hintergrund
FloraHolland und Plantion haben in einem Kooperationsvertrag ihr Miteinander bzw. das Miteinander ihrer Mitglieder geregelt. So können derzeit die jeweiligen Mitglieder einer Genossenschaft per Ausnahmegenehmigung auch die Uhr, bzw. den Vertrieb der anderen Versteigerung nutzen. FloraHolland hat diese Zusammenarbeit am 20. Februar mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten beendet. Bei Plantion könnte eine fehlende Kooperation mit dem Marktführer zu einer existenziellen Bedrohung werden - man will daher die Kooperation wie vertraglich geregelt fortführen. (red)

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