Landschaftsgärtner: Beruf mit hervorragender Zukunft

Abwechslungsreich soll der Beruf sein - das ist der Wunsch vieler Jugendlicher, wenn sie über ihre Zukunft nachdenken. Kaum jemand aber erwartet, dass auch schon die dreijährige Ausbildungszeit besonders vielfältig ist.

Für Frauen wie Männer - vom Natursteinweg über den Schwimmteich bis zum Dachgarten: das Spektrum des Garten- und Landschaftsbaus ist enorm. Bild: BGL.

Anzeige

Die Branche des Garten- und Landschaftsbaus beschäftigt sich mit vielen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich auf einem Rekordhoch und in Handwerk und Dienstleistung ist der Mangel an Auszubildenden zu spüren. „Die grüne Branche boomt seit Langem, Bewerberinnen und Bewerber im Garten- und Landschaftsbau haben den großen Vorteil, sich die Betriebe nahezu aussuchen zu können", erklärt Thomas Wiemer, Referent für Nachwuchswerbung und Weiterbildung im Ausbildungsförderwerk des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) e. V. „Diesen Trumpf sollten sie nutzen und sich im Vorfeld darüber informieren, welcher Betrieb am besten zur eigenen Interessenlage und Fähigkeit passt."

Spezialisierungen und Austauschprogramme

Ob junge Frauen oder Männer - während der Ausbildung zur Gärtnerin oder zum Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, kurz Landschaftsgärtner, können die begehrten Nachwuchskräfte unter anderem von den Kooperationen zwischen Ausbildungsbetrieben profitieren. Diese Angebote ermöglichen den Jugendlichen einen überregionalen Azubi-Austausch, durch den sie den Alltag und die Aufgaben auch in anderen Betrieben und Regionen kennenlernen, den eigenen Erfahrungsschatz ausbauen und ihren persönlichen und beruflichen Horizont erweitern können.

Wen es über die Staatengrenzen hinauszieht, für den ist ein Auslandspraktikum eine gute Option. Dieses kann in die Ausbildungszeit integriert werden und - abhängig vom persönlichen Wunsch und in Absprache mit Betrieb und Berufsschule - von zwei Wochen bis zu mehreren Monaten dauern. „Viele Auszubildende meinen, dass es geförderte Austauschprogramme nur für Studenten gäbe. Das trifft aber nicht zu!", verdeutlicht Wiemer. „Auch für Auszubildende gibt es Programme, die einen Auslandsaufenthalt organisieren und finanzieren, denn internationale Erfahrung wird immer wichtiger. Für angehende Landschaftsgärtner aus Nordrhein-Westfalen wird zum Beispiel ein dreiwöchiger Aufenthalt in England oder Nordirland angeboten. Dazu gehören auch die Finanzierung der Anreise, Unterkunft, Versicherung sowie ein Taschen- und Verpflegungsgeld."

Praktisch den Zukunftsweg planen

Neben den umfangreichen Angeboten an Austauschprogrammen ist für die kommenden Experten für Garten und Landschaft auch die Ausbildung an sich von Vielfalt gekennzeichnet. Mit einer Kombination aus Arbeitsalltag, Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung (ÜA) sind Praxis und Theorie bestens verknüpft. So erhalten die Nachwuchskräfte einen Einblick in das breite Spektrum der Branche. Auf dem Berufsschul-Stundenplan stehen beispielsweise Fächer wie Pflanzenkunde, Mathematik oder Technik. Während der überbetrieblichen Ausbildung erlernen die Auszubildenden Tätigkeiten, die im eigenen Betrieb eventuell nicht auf der Agenda stehen, wie den Umgang mit Motorsägen, die Verarbeitung von Natursteinen oder auch die Vermessung von Flächen. Die alltägliche, praktische Arbeit steht im Betrieb an erster Stelle. Je nach Spezialisierung sind das Einsatzfelder im öffentlichen Grün, in Firmen- oder Privatgärten. Gelernt wird der Umgang mit Pflanzen - und verschiedenste bauliche Tätigkeiten. „Sind sich Jugendliche unsicher, welchen gärtnerischen Schwerpunkt sie legen möchten, ist ein Praktikum im Vorfeld der Bewerbungsphase eine große Entscheidungshilfe", rät Wiemer. „Vor Ort merkt man relativ schnell, ob die entsprechenden Tätigkeiten und Einsatzbereiche das Richtige für einen sind."

Auch denjenigen, die noch unschlüssig sind, welche Branche zu ihnen passt, empfiehlt Referent Wiemer ein Schul- oder freiwilliges Praktikum während der Ferien. So können die in Frage kommenden Berufszweige kennengelernt und die Jugendlichen sich der eigenen Interessen und Fähigkeiten bewusst werden. „Wer gerne im Freien arbeitet, gestalterisch und pflanzlich interessiert ist, für den ist der Beruf des Landschaftsgärtners genau richtig!", so Wiemer. „Und aufgrund der hervorragenden Perspektiven in diesem Bereich können sich die Nachwuchskräfte nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung auf ein umfangreiches Angebot an attraktiven Stellenangeboten freuen."

Online ausführliche Informationen

Von den Arbeitsbereichen über die Vergütung bis zur Weiterbildung - weitere Informationen und eine nach Postleitzahlen gegliederte Praktikums- und Ausbildungsbörse sind auf www.landschaftsgaertner.com zu finden. Und natürlich sind die Landschaftsgärtner auch auf Facebook jederzeit präsent und frei zugänglich, mit mittlerweile über 7.000 Fans www.facebook.com/dielandschaftsgaertner (BGL)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.