KMG: Kartoffelnamen und ihre Herkunft

Birgit, Alexia, Elfe oder Annabelle, alle Kartoffeln die wir essen haben weibliche Namen.

Kartoffel Birgit trägt eine auffällig rote Schale. Bild: KMG.

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Wenn sie auf den Teller kommt, ist eins fast sicher: Die Kartoffel, die wir essen, trägt einen weiblichen Namen. Und so individuell wie ihre Namensgeberinnen, so einzigartig sind auch die einzelnen Kartoffelsorten. Birgit, Alexia, Elfe, Annabelle und Co. unterscheiden sich in Aussehen, Konsistenz und Geschmack und sind entweder würzig oder mild, knollig oder länglich, fest- oder mehlig kochend.

Zwei Theorien zur Namensherkunft

Doch woher kommen eigentlich die weiblichen Namen der Kartoffeln? Hierzu gibt es verschiedene Theorien, wobei die einfachste Erklärung wohl der weibliche Artikel „die“ Kartoffel ist. So liegt es nahe, dass „die“ Kartoffel auch einen weiblichen Vornamen trägt. Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel Marketing GmbH und leidenschaftlicher Kartoffel-Fan, kennt eine weitere Erklärung zur Namensherkunft der Kartoffel: „Eine Theorie zur Kartoffel besagt, dass früher die Bauern eine neue Kartoffelsorte stets nach der schönsten Tochter benannt haben. Dies könnte eine Tradition sein, die sich bis in die Neuzeit fortgesetzt hat.“ Denn auch heutzutage erhalten neue Kartoffelsorten ihre Namen immer noch von den Züchtern.

Gleichberechtigung in der Kartoffelkiste

Zwar sind sie in der Minderzahl, doch gibt es auch männliche oder neutrale Namen in der Kartoffelkiste. Die Sorten sind allerdings zum Teil eher außergewöhnlich und seltener, wie etwa die Sorte Blauer Schwede oder das Bamberger Hörnchen. Aber auch Kartoffel Hermes, Albatros oder Innovator können als Bratkartoffel, Püree oder Pommes den Weg auf den Speiseteller finden. Dass die Frage um die weiblichen Namen der Kartoffeln immer wieder die Gemüter beschäftigt, zeigt auch die Petition 66662 vom Sommer 2016 im Deutschen Bundestag. Darin wurde gefordert, per Gesetz für eine gleichberechtigte Vergabe von weiblichen und männlichen Kartoffelnamen zu sorgen. Aufgrund mangelnder Unterschriften ist die Petition allerdings gescheitert. (Quelle: KMG)

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