Klasmann-Deilmann: MdB Dr. Daniela De Ridder zu Gast

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder (SPD) war Gast der Klasmann-Deilmann-Gruppe in Geeste. Geschäftsführer Moritz Böcking informierte De Ridder über die Entwicklung des Unternehmens in den Bereichen Torfgewinnung, Kultursubstrate und Erneuerbare Energien.

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Die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder (SPD) war Gast der Klasmann-Deilmann-Gruppe in Geeste. Geschäftsführer Moritz Böcking informierte De Ridder über die Entwicklung des Unternehmens in den Bereichen Torfgewinnung, Kultursubstrate und Erneuerbare Energien. An dem Treffen nahmen auch der Bevollmächtigte des Landes Niedersachsen beim Bund, Staatssekretär Michael Rüter, und die Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Emsland Andrea Kötter teil. Geschäftsführer Moritz Böcking informierte die Gäste über die aus seiner Sicht bestehende Notwendigkeit alternativer Flächennutzungskonzepte. Staatssekretär Rüter bot an, bei der Vermittlung des Themas in Hannover und Berlin behilflich zu sein.

Moritz Böcking, Geschäftsführer bei Klasmann-Deilmann, und Michael Rüter waren sich darin einig, dass die unterschiedlichen Standpunkte zum Umgang mit der Torfgewinnung in Niedersachsen zeitnah und konstruktiv diskutiert werden sollten. Böcking wies in diesem Zusammenhang auf die langjährigen und erfolgreichen Anstrengungen des Unternehmens hin, neben Torf auch alternative Rohstoffe in der Produktion von Kultursubstraten einzusetzen.

„Es ist Bewegung in die Diskussion gekommen“, stellt Böcking fest. „Selbst mit Umweltschutzverbänden und anderen NGOs finden wir mittlerweile einen gemeinsamen Nenner, sobald wir darauf hinweisen, dass mehr als 40 % unserer Produkte in die Ernährungswirtschaft fließen.“ Daniela De Ridder wies in diesem Zusammenhang auf das Potenzial hin, gemeinsame Projekte in der Entwicklungshilfe ins Leben zu rufen. „Es ist viel die Rede davon, Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen“, so De Ridder. „Maßnahmen, die der Sicherung der Selbstversorgung mit Lebensmitteln dienen, könnten dabei ein kleiner, aber sehr hilfreicher Schritt nach vorn sein.“

Böcking: Paradigmen-Wechsel notwendig
Angesichts der stark eingeschränkten Möglichkeiten zur Flächennutzung in Deutschland mahnte Böcking einen Paradigmen-Wechsel an. „Die Anpflanzung von Kurzumtriebsplantagen zur Gewinnung nachhaltiger Energieträger oder die Bewirtschaftung von Flächen zur Torfmooskultivierung könnten in Niedersachsen zu echten Fortschritten beim Klimaschutz und der Extensivierung der Landnutzung führen“, erörterte Böcking und ergänzte:

„Dazu müssten aber Regelungen neu bedacht werden, die sich zum Teil überlebt oder in eine falsche Richtung entwickelt haben. Unsere Industrie ist in jedem Fall auf Unterstützung und eine Förderung solcher Initiativen angewiesen, insbesondere wenn es um die Bereitstellung von Alternativen zum Torf geht.“

Um noch umfassender über das Thema zu informieren, schlug Michael Rüter eine Informationsveranstaltung „Garten und Boden 4.0“ vor. „Dann kommen alle handelnden Akteure zu Wort, können Argumente ausgetauscht, Vorurteile ausgeräumt und Probleme direkt und miteinander diskutiert werden. Innovative Initiativen vor allem aus dem Mittelstand sind immer willkommen“, so Rüter. „Der ergebnisoffene Dialog – auch mit der Torfindustrie – muss frühzeitig geführt werden, um eventuelle Chancen nicht zu verpassen.“

Im Anschluss an das Gespräch bei der Klasmann-Deilmann-Gruppe in Geeste, besuchte Staatssekretär Michael Rüter noch das Emsland Moormuseum. Auch hier wurde er von der Bundestagsabgeordneten Dr. Daniela De Ridder und der Vorsitzenden des SPD-Kreisverbandes Emsland Andrea Kötter begleitet. (Klasmann-Deilmann)

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