Düngeverordnung: BBV unterstützt Schmidt beim Ringen um praxistaugliche Regelungen

Auf bayerischen Feldern wachsen hochwertige Produkte. Diese hohe Qualität ist nur möglich, weil wir Bauern Nährstoffkreisläufe mit organischem Dünger schließen können und Pflanzen so bedarfs- und standortgerecht versorgen.

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Auf bayerischen Feldern wachsen hochwertige Produkte. „Diese hohe Qualität ist nur möglich, weil wir Bauern Nährstoffkreisläufe mit organischem Dünger schließen können und Pflanzen so bedarfs- und standortgerecht versorgen. Doch genau diese Kreislaufwirtschaft wird durch überzogene Forderungen der EU zur Umsetzung der Nitratrichtlinie im Rahmen der Düngeverordnung gefährdet“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl am Samstag in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf.

Gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, dem Vorsitzenden des BBV-Umweltausschusses Alfred Enderle und dem mittelfränkischen BBV-Präsidenten Günther Felßner informierte sich Heidl dort über neueste Erkenntnisse zur Düngung.

In Kürze geht es bei der Diskussion um die neue Düngeverordnung in die entscheidende Phase. Durch die Novelle könnten Sperrfristen ausgeweitet, der Einsatz teurer Technik vorgeschrieben und niedrigere Obergrenzen sowie viele weitere Auflagen eingeführt werden. „Starre Regeln für die Gülleausbringung von Amrum bis zur Zugspitze? Das kann nicht funktionieren“, kritisierte Heidl. Statt dem Blick in den Kalender müsse bei der Düngung auch in Zukunft die landwirtschaftliche Ausbildung, die Erfahrung der Bauern – und nicht zuletzt der Nährstoffbedarf maßgeblich sein. „Wir brauchen praxistaugliche Regelungen, um unsere Pflanzen standort- und bedarfgerecht zu versorgen.“

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt zeigte sich beeindruckt von den praxisbezogenen Argumenten und machte deutlich, dass er zu einem starken zukunftsfähigen Agrarstandort Deutschland stehe. Die Weiterentwicklung der Düngeverordnung wegen der EU-Nitratrichtlinie sei zwar unumgänglich, aber sie muss praxistauglich sein. „Ich werde mich für Rahmenbedingungen einsetzen, die die hohe Qualität landwirtschaftlicher Produkte sichern und zusätzliche Bürokratie vermeiden“, sagte Schmidt. Auch ließ er keinen Zweifel daran, dass die hohe Qualifikation der Landwirte einen witterungs- und sachgerechten Düngereinsatz garantiere. Bauernpräsident Heidl sicherte Schmidt seine volle Unterstützung zu, damit sich das Düngerecht statt an starren Fristen und praxisfremden Regelungen auch künftig am Düngebedarf orientiert. Gleichzeitig unterstützen Landwirte die Bemühungen, um die Nährstoffversorgung über Beratung, Information und Ausbildung weiter zu optimieren. (bbv)

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