Gramoflor: Umwelt-Staatssekretärin Kottwitz zu Besuch

Nachdem bereits Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und daraufhin der Nds. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) im vergangenen Jahr den Substrathersteller Gramoflor besuchten, kam nun am 14. Januar 2016 auch die Nds. Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz (Bündnis 90/Die Grünen) nach Vechta.

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Nachdem bereits Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und daraufhin der Nds. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) im vergangenen Jahr den Substrathersteller Gramoflor besuchten, kam nun am 14. Januar 2016 auch die Nds. Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz (Bündnis 90/Die Grünen) nach Vechta. Sie kam in Vertretung für den Nds. Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen), der aufgrund eines anderen Termins kurzfristig verhindert war.

Man ist auf der Suche nach Antworten und Lösungen für den Moor- und Klimaschutz und somit nach weiteren CO2-Einsparungsmöglichkeiten im Land Niedersachsen.

Und so wurde man auf das Unternehmen Gramoflor aufmerksam, das sich mittlerweile über die Grüne Branche hinaus einen Namen als innovativer Substrathersteller mit großem Engagement für die Renaturierung und somit für die Hochmoorentwicklung in Niedersachsen gemacht hat. Außerdem ist Gramoflor für den Einsatz von Torfalternativen bekannt und forciert diese seit Jahren über die stetige Weiterentwicklung von torfreduzierten Profisubstraten und Hobbyerden.

Auch Frau Kottwitz war zu Gramoflor gekommen, um sich ausführlich über die heutige Torfgewinnung und Renaturierung sowie über die Substratherstellung zu informieren. Besonders beeindruckt war sie von den innovativen Ansätzen, die Gramoflor für eine möglichst effektive und erfolgreiche Hochmoorentwicklung und somit zur dauerhaften Schaffung von CO2-Senken verfolgt. Auch honorierte sie die Herangehensweise zur Torfreduzierung, die einen sinnvollen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet.

Wie bei den vorangegangenen Besuchen aus Hannover standen auch diesmal wieder die Besichtigung der Torfgewinnungs- und Renaturierungsflächen auf dem Programm. Vor Ort erklärte Firmenchef Josef Gramann, dass Torfgewinnung und Moorschutz Hand in Hand gehen können und er machte deutlich, dass Torfabbau in Deutschland heute ausschließlich auf landwirtschaftlich vorgenutzten Flächen erfolgt. Durch die anschließend geleistete Renaturierungsarbeit der Torfunternehmen entstehen dann ökologisch wertvollere Flächen, die an den Naturschutz übergeben werden. Gramoflor mit seiner eigenen Methode der Torfgewinnung und Renaturierung im sog. „Ober-Unterfeldverfahren“ weist seit Jahren sehr gute Erfolge in der Wiederansiedlung hochmoortypischer Vegetation vor.

Anschließend wurden das Gramoflor-Substratwerk in Vechta und das eigene Versuchsgewächshaus vorgestellt. So konnten anschaulich die Anforderungen des heutigen Profigartenbaus dargestellt werden. Josef Gramann machte deutlich, dass es in seinem Unternehmen hauptsächlich darum geht, Hochleistungssubstrate herzustellen, die dem Gärtner Kultursicherheit liefern.

Das Unternehmen Gramoflor steht zum Rohstoff Norddeutscher Torf, sieht aber auch die zwingende Notwendigkeit der Torfreduzierung. Der bewährte Rohstoff wird deshalb bereits in vielen Substraten anteilig durch möglichst nachwachsende und heimische Rohstoffe, wie z.B. Holzfasern und Grüngutkompost, ersetzt.

Zum Ende des Besuchs resümierte Frau Kottwitz, dass der heimische Torf aus Norddeutschland eine bessere Ökobilanz habe, als ein importierter Rohstoff. Auch ist die in Niedersachsen geleistete Renaturierungsarbeit deutlich fortgeschrittener als beispielsweise in den baltischen Ländern.

Kottwitz versprach, dass Sie dem Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) über den Besuch bei Gramoflor berichten und dass sie dem Agrarministerium die Bedenken von Josef Gramann vortragen wird. Er sieht das neue Landesraumordnungsprogramm (LROP) und die damit verbundenen Einschnitte in die langfristige Flächenverfügbarkeit und -sicherung nach wie vor kritisch und vermutet nur eine weitere Verlagerung der Rohstoffbeschaffung ins Baltikum. 

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