Berlin: Tag des Friedhofs in Marzahn

Welche Bedeutung hat für uns der Friedhof? Der Friedhof bietet uns den Raum und den Ort, um uns eines verstorbenen, geliebten Menschen zu erinnern. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Verwandtschaftsverhältnis wir zum Toten gestanden oder welche Beziehung wir zu diesem gepflegt haben.

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Welche Bedeutung hat für uns der Friedhof? Der Friedhof bietet uns den Raum und den Ort, um uns eines verstorbenen, geliebten Menschen zu erinnern. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Verwandtschaftsverhältnis wir zum Toten gestanden oder welche Beziehung wir zu diesem gepflegt haben. Wir wissen, hier hat jener seine letzte Ruhestätte gefunden. Wir können gedanklich Zwiesprache mit dem Toten halten. Wir können uns an gute und an schlechte Zeiten erinnern. Wir können in Erinnerung Blumen aufstellen. Wir können das Grab liebevoll bepflanzen. Diese Rituale können uns helfen, unsere Trauer um den Verstorbenen zu verarbeiten.

Mit der Veranstaltung Tag des Friedhofs wird der Friedhof an einem Tag im Jahr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Wir können den Friedhof an diesem Tag einmal anders erleben und uns bewusst machen, was diesen Ort ausmacht.

Der Arbeitskreis Tag des Friedhofs lädt interessierte Besucherinnen und Besucher zum diesjährigen Tag des Friedhofs in Berlin am Sonntag, den 15. September 2013 von 10 bis 17 Uhr auf den Parkfriedhof in Marzahn ein. Geboten wird ein vielseitiges Programm mit Lesungen, Musik, Vorträgen, Führungen und Ausstellungen. Zu den Höhepunkten des Tages zählt die Lesung um 12.30 Uhr mit Dorothea Stockmar aus ihrem Buch „Anker, Kuh und Kompass – wenn aus Trauersymbolen Hoffnungssymbole werden“. Um 14 Uhr wird der bekannte Harfenist Alfredo Portillo (südamerikanische Harfe) aus seinem Repertoire spielen.

Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja übernommen.

Der Parkfriedhof Marzahn ist geprägt durch zahlreiche Gedenkorte für die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus. Viele Kriegstote haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auf dem Friedhof findet sich u.a. ein Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, ein Gedenkstein für die Opfer des Faschismus und ein Gedenkensemble für die Sinti und Roma.

Im Berliner Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“ beteiligt sich der Arbeitskreis innerhalb der Veranstaltung Tag des Friedhofs mit einem Angebot, wie der „Musikalischen Lesung zu den Gedenkorten auf dem Parkfriedhof – berührende Gedichte und Briefe aus dem Konzentrationslager“ mit Dr. Constanze Jaiser (Literaturwissenschaftlerin) und musikalischer Begleitung durch Jacob David Pampuch (15 Uhr). Darüber hinaus werden um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr themenbezogene Führungen stattfinden, die zu den Gedenkorten auf dem Parkfriedhof führen.

Darüber hinaus finden zahlreiche andere Aktionen auf dem Friedhof statt: weitere Führungen, Angebote für Familien mit Kindern, Grabgestaltung und Ausstellung von Grabmalen, weitere Ausstellungen und Vorträge. Die Mitglieder des Arbeitskreises beantworten Fragen zu Themen wie z. B. Patientenverfügungen, Bestattungsvorsorge, Trauerberatung, Dauergrabpflege, zu Berliner Friedhöfen (konfessionell und städtisch), Opfergrabanlagen und zum Natur- und Artenschutz.

Mit einer Ökumenischen Abschlussandacht um 16.30 Uhr in der Friedhofskapelle wird der Tag ausklingen. (Gartenverband Berlin-Brandenburg)

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