Wageningen: Ursprung der orangefarbenen Petunien wird untersucht

Assistentin in Ausbildung Sara Abdou geht zu Dr. Julian Verdonk an die Universität Wageningen (WUR), um die Herkunft der orange Petunien zu erforschen und warum eine orangefarbene Auswahl von Zierpflanzen oft schwierig zu erreichen ist. Dies ist eines der vier Projekte, welche in der fünften Förderrunde des Graduate School for Horticulture & Exceptional Materials Programms vergeben werden.

Bild: GABOT.

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Aus zahlreichen Bewerbungen für ein Promotionsstudium wurden vier konkrete Promotionsvorhaben im Bereich Gartenbau ausgezeichnet. Darüber hinaus hat der Vorstand der Niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) Mittel für sechs neue Projekte in der Landwirtschaft und im Gartenbau zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Graduate School Horticulture and Output Materials Programms werden vier neue Stellen für Assistenten in Ausbildung (niederl. AIO) lanciert. Exzellente Masterstudenten selbst konnten in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen einen Vorschlag für die Promotion einreichen. Das Programm liefert vor allem Erkenntnisse in hochaktuellen Fragestellungen des Produktionsgartenbaus. Insgesamt gingen 17 Bewerbungen beim Bewertungsausschuss ein.

Clavibacter-resistente Tomaten

Die vier ausgewählten Studien decken ein breites Themenspektrum ab. Einer der Forscher beschäftigt sich mit der Resistenz von Tomaten gegen ein bestimmtes Bakterium. Diese Forschung betrifft Clavibacter michiganensis subsp. Michiganensis (Cmm), ein Q-Organismus, der bei Tomaten-Tomaten bakteriellen Krebs verursacht und beim Tomatenanbau großen Schaden anrichten kann. Der Forscher beschäftigt sich mit einer neuen Strategie im Resistenzanbau, die den Abbau von Genen zur Pflanzenempfindlichkeit (S) beinhaltet. Die Studie konzentriert sich auf die Identifizierung und das Verständnis der Rolle der Tomaten S-Gen in der Resistenz gegen Cmm. Mit besser charakterisierten S-Genen könnten Züchter in der Lage sein, resistente Tomatensorten zu entwickeln.

Echte orange Petunien

Eine weitere Forschung konzentriert sich auf die Schaffung einer orangefarbenen Farbe in Petunien. Viele Verbraucher schätzen die orangefarbene Blütenfarbe. Leider fehlt einer Reihe von Zierpflanzen, wie z.B. Petunien, eine schöne orange Farbe. Im Jahr 2017 wurde festgestellt, dass fast alle orangefarbenen Petunien auf dem Markt gentechnisch verändert waren. In Petunia sind Anthocyane (v.a. violette und rosa Pigmente) häufiger als Carotinoide (gelb und orange), ohne Überlappung. Dies kann auf eine Überlappungssperre hindeuten. In dem Projekt an der Universität Wageningen wird untersucht, was der Ansammlung von Carotinoiden in Petunien entgegenwirkt. Dieses Wissen kann verwendet werden, um echte orangefarbene Petunien zu züchten, aber auch in anderen Zierpflanzen kann dies zur Anwendung kommen.

Schwefelverarbeitungs- und Produktionswälder

Eine weitere Untersuchung befasst sich mit der schwingenden Regulation in Pflanzen. In Zukunft werden wir wahrscheinlich immer mehr C4-Pflanzen, wie z.B. Mais, anbauen. Und über die Schwefelregulierung für C4-Anlagen ist derzeit wenig bekannt. Die Forschung will das ändern. Die vierte Assistenzstelle befasst sich mit der ökologischen Tragfähigkeit von Produktionswäldern, die in Zukunft durch die steigende Nachfrage nach Biomasse unter Druck geraten werden. Steigende Biomasse-Ernte kann zu Nährstoffmangel führen und die Produktivität und Widerstandsfähigkeit von Produktionswäldern verringern. Ziel dieser Studie ist es, wissenschaftliche Leitlinien für die nachhaltige Nutzung von Biomasse aus Produktionswäldern zu entwickeln.

Stipendien für Pionierforschung

Die Stipendien für Pionierforschung in der Landwirtschaft und im Gartenbau decken ein breites Themenspektrum ab. Neben Belastbarkeit und Wiederherstellung geht es um den Einsatz intelligenter Technologien. So werden mikrobiologische Pflanzenverbesserer, die Rolle der LED-Beleuchtung für einen nachhaltigen Anbau im Gartenbau, Bodenprotozoen, die das Pflanzenwachstum und die Pflanzengesundheit fördern, die Mischkultur in Pilzgärtnereien durch Termitenforschung und die Blühregulierung in Tulpen für einen nachhaltigen Blumenzwiebelanbau näher untersucht. (NWO/GABOT)

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