EEG-Umlage 2018: Abgaben und Umlagen systemisch reformieren

Die EEG-Umlage für das Jahr 2018 liegt nach Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber bei 6,79 Cent pro Kilowattstunde.

Grafik: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Anzeige

Die leichte Absenkung der EEG-Umlage ist vor allem auf die leicht angestiegenen Börsenstrompreise sowie auf den höheren EEG-Kontostand in den vergangenen Monaten zurückzuführen, sagt Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Dennoch sind, wie schon in den Vorjahren, die Einkaufspreise für die Stromvertriebe im Zwei-Jahres-Mittel an der Börse gesunken (siehe Grafik).

Der BEE plädiert für systemische Korrekturen an der Systematik der Umlagen und Abgaben im Strombereich, die zu weiteren Preissenkungen führen würden, und hat dafür zwei Vorschläge vorgelegt:

Konventionelle Stromerzeugung mit einem CO2-Preis belegen und damit die Stromsteuer ersetzen. Dies würde sich weiter umlagesenkend auswirken, erklärt Röttgen. Bis zu 1,7 Cent pro Kilowattstunde könnte Strom schon bei einem CO2-Preis von 25 Euro bei gleichzeitigem Wegfall der Stromsteuer preiswerter werden.

Industrieprivilegien aus dem Bundeshaushalt finanzieren. Die Finanzierung der Besonderen Ausgleichsregelung (Industrieprivilegien) solle künftig über den Bundeshaushalt erfolgen, da dies nicht die Aufgabe der Stromkunden sei. Die EEG-Umlage würde dann um weitere 1,5 Cent pro Kilowattstunde sinken. „Im Strompreis und damit in der EEG-Umlage sollten nur die Bestandteile enthalten sein, die auch reingehören.“

In Summe könnten die Strompreise durch die BEE-Vorschläge um bis zu 3,2 Cent sinken.

Der BEE hatte in der vergangenen Woche für die EEG-Umlage 2018 eine Bandbreite von 6,6 bis 6,8 Cent pro Kilowattstunde sowie den Mittelwert von 6,71 Cent pro Kilowattstunde prognostiziert. (BEE)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.