ver.di: Fordert Tarifverhandlungen bei Real

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat nach der Tarifflucht des SB-Warenhauses Real das Unternehmen zu Tarifverhandlungen für die derzeit 34.000 Beschäftigten aufgefordert.

ver.di fordert Tarifverhandlungen für die 34.000 Beschäftigten. Bild: ver.di.

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Nach der Tarifflucht des SB-Warenhauses Real hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) das Unternehmen zu Tarifverhandlungen für die derzeit 34.000 Beschäftigten aufgefordert. Einen entsprechenden Beschluss fasste 11. Mai 2018 die Tarifkommission der Gewerkschaft in Düsseldorf. Mit den Verhandlungen will ver.di bereits zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs für alle Beschäftigten von real zur Metro Services GmbH einheitliche Beschäftigungsbedingungen mit entsprechenden Tarifverträgen mit der Mehrheitsgewerkschaft sicherstellen. So könnten unnötige Auseinandersetzungen sowohl aufgrund juristischer Fragestellungen als auch Arbeitskampfmaßnahmen verhindert werden, so ver.di. Grundlage für die Tarifverhandlungen soll der Flächentarifvertrag der Gewerkschaft ver.di sein.

Die von der Real-Geschäftsführung per Aushang zugesagte „Gesamtzusage zum Bestandsschutz“ sei kein Vertrag, so die Gewerkschaft. „Wer es mit den Beschäftigten ernst meint, kann auch einen rechtsgültigen Tarifvertrag für sie abschließen“, erklärte das für den Handel zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Ein Geschäftsmodell, das auf dauerhafte Absenkung der Löhne und Gehälter aufbaut, löst die Probleme des SB-Warenhauses real nicht“, so Nutzenberger weiter. Real/Metro versuche sich derzeit, „durch Tarif-flucht seiner Verantwortung zu entziehen“.

Zuvor hatte der Konzern in Verhandlungen mit ver.di eine bis zu 40prozentige Absenkung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten gefordert. „Bei einem Monatsverdienst einer vollbeschäftigten Verkäuferin von rund 2.500 Euro brutto nach sechs Jahren im Beruf führt die von real geforderte Absenkung direkt in die Altersarmut“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Die Beschäftigten werden nicht die Managementfehler der Vergangenheit durch eine horrende Kürzung ihrer Gehälter bezahlen“, erklärte Stefanie Nutzenberger.

Die Tarifkommission sei sich ihrer Verantwortung für die Arbeitsplätze bei real bewusst, heißt es. „Deshalb ist für uns ein nachhaltiges Konzept des SB-Warenhauses zentral, damit das Unternehmen am Markt eine Zukunft hat. Die Illusion, durch Personalkosteneinsparung mehr Umsatz zu machen, ist allerdings eine Milchmädchenrechnung“, erklärte Nutzenberger. (Quelle: ver.di)

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