Trend: Kleine, aber feine Weihnachtsbäume im Topf

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Wie groß soll der Weihnachtsbaum, und in welcher Farbe soll er geschmückt werden?

Der Trend geht zum kleinen, aber feinen Baum im Topf. Bild: GABOT.

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„Der Trend geht zum kleinen, aber feinen Baum im Topf – und zwar nicht nur für das Wohnzimmer. Gerade die Weihnachtsbäume in der 'Frischhaltebox' werden zunehmend - geschmückt mit Lichterkette und Kugeln - vor der Haustür positioniert, denn im Kübel sind sie nicht so windanfällig“, sagt Bernd Oelkers, Vorsitzender des Bundesverbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Die Nordmanntanne steht mit einem Anteil von 80% am häufigsten zur Weihnachtszeit in den niedersächsischen Wohnzimmern. „Gerade für Familien ist dieser Baum mit seinen satten, weichen, grünen Nadeln geeignet, obwohl ihm der Duft fehlt“, erklärt der Niedersachse Oelkers. Mit dem richtigen Duft kann hingegen die Blaufichte überzeugen, sie stellt 15% aller Weihnachtsbäume. „Das ist ein Baum für Leute, die gerne mal was anderes haben wollen, doch lässt sich mit Blau nicht ganz so viel kombinieren“, führt Oelkers als Grund an. Sieben Jahre benötigt ein Baum, damit er mit zwei Metern Höhe die ideale Größe für einen Weihnachtsbaum erreicht. Für eine Premium-Nordmanntanne in dieser Größe wird der Preis zwischen 40 und 50 Euro liegen, je nach Region. Eine stattliche Nordmannstanne wird Bernd Oelkers gemeinsam mit Norbert Leben vom Waldbesitzerverband Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil wieder für die Niedersächsische Staatskanzlei übergeben.

Der Dürresommer hat auch die Weihnachtsbaumerzeuger getroffen, die Trockenschäden werden sich in den nächsten Jahren bemerkbar machen. In den Neuanpflanzungen des Jahres 2017 liegt der Ausfall bei 25 bis 30%, diese Flächen werden teilweise per Hand nachgepflanzt. Bei den Neuanpflanzungen aus dem Frühjahr 2018 gibt es Ausfälle von bis zu 100%, sie machen komplette Neuanpflanzungen nötig. Wo beregnet werden konnte, sind Schäden bis zu 20% zu verzeichnen. Auch dort wird nachgepflanzt. In Kulturen, die bereits zwei Jahre und länger stehen, werden die Bäume nicht mehr marktfähig sein, da sie braune Nadeln und zu kurze Triebe aufweisen. Insgesamt schätzt der Verband den finanziellen Schaden durch die Dürre in Niedersachsen auf über 14 Mio. Euro. Neben den Dürreschäden werden vor allem arbeitsintensive Neuanpflanzungen sowie Logistikkosten und die Maut die Bäume zukünftig verteuern. Auf einer Gesamtanbaufläche von fast 6.000 Hektar wachsen in Niedersachsen Nordmanntannen. (LPD)

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