Staudensichtung: Kerzenknöterich sehr gut bewertet

Staudengärtner veröffentlicht zur GaLaBau-Messe praxisnahe Übersicht.

Im neuen Faltblatt stellt der BdS die Ergebnisse der Staudensichtung vor. Bild: BdS.

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Als „konkurrenzkräftig, pflegeleicht und verlässlich und somit sehr gut geeignet für private und öffentliche Grünanlagen“ charakterisiert Prof. Dr. Bernd Hertle, Vorsitzender des BdS-Arbeitskreises Staudensichtung, das Sortiment des Kerzenknöterichs (Bistorta amplexicaulis, Synonym Persicaria amplexicaulis, Polygonum amplexicaule). Zur GaLaBau-Messe in Nürnberg vom 12. bis 15. September 2018 legt der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) nun an seinem Stand 212 in Halle 4 eine Übersicht der wichtigsten Ergebnisse der mehr als dreijährigen Sichtung vor.

Während der letzten fünfzehn Jahre hat eine intensive Züchtungs- und Auslesetätigkeit das bis dahin kaum bekannte Sortiment auf über 50 verschiedene Formen erweitert. Das Farbspektrum reicht von dunklem Blutrot über unterschiedliche Rosatöne bis Weiß. Dass 20 Sorten mit „ausgezeichnet“, die bestmögliche Bewertung in der Staudensichtung erhielten, ist für Prof. Hertle klarer Ausdruck dafür, dass sich Bistorta in der Verwendung als weitgehend unproblematisch erweist. Es umschließt gleichermaßen standfeste wie ansprechend wirkende Sorten, die reich und überaus lange blühen. Von Juli bis zum ersten strengeren Frost bringt die Staude Struktur und Farbe ins Beet.

In Driftpflanzungen und Rabatten, aber auch einer naturalistischen Staudenverwendung setzen Bistorta klare, strukturierende Akzente. Sie sind zudem recht pflegearm. Zusammen mit geeigneten Nachbarn wie Riesenehrenpreis (Veronicastum), Wiesenknöpfen (Sanguisorba), Herbst-Anemone (Anemone x hybrida), Rosa Spierstaude (Filipendula rubra 'Venusta'), Wiesen-Iris (Iris sibirica) oder der Herbst-Eisenhut (Aconitum charmichaelii), aber auch robusten Staudengräsern lassen sich damit Wuchsgemeinschaften entwickeln, die in Kombination mit Mulch kaum Unkrautaufwuchs zulassen. Dazu tragen das dichte Blattwerk und das kräftige Wurzelwerk der Kerzenknöteriche bei. Mit der richtigen Standortverwendung sind so Pflanzungen mit einem geringen Pflegeaufwand möglich und daher nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Grün realisierbar. (ZVG/BdS)

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