Schleswig-Holstein: Erdbeeren haben jetzt Hochsaison

In Schleswig-Holstein haben Erdbeeren jetzt Hochsaison und werden überwiegend direkt vermarktet.

Erdbeeren haben Hochsaison. Bild: GABOT.

Anzeige

Vor etwa einem Monat wurde in Schleswig-Holstein die Erdbeersaison auf dem Betrieb von Constantin Kaack in Fuhlendorf im Kreis Segeberg mit Erdbeeren aus dem Folientunnel eröffnet. Fast einen Monat später haben die leckeren Sommerfrüchte aus dem Freiland Hochsaison, und dass aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen rund zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr.

Nach einem kalten und nassen März und April, kam der Sommer im Mai und Juni mit Macht. Die Erträge können sich sehen lassen und die Früchte reifen schnell heran, sodass Verbraucher jetzt voll auf ihre Kosten kommen, ob zum direkten Verzehr oder zum Einkochen und Einfrieren – Erdbeeren haben jetzt Saison. Die frühen Sorten aus dem Tunnel sind passé. Geerntet werden jetzt Sorten wie ,Sonata‘, ,Kimberly‘ und ,Elianny‘. Späte Sorten wie zum Beispiel ,Malwina‘ stehen dagegen jetzt erst in Blüte. Aufgrund der Trockenheit werden die meisten Erdbeerfelder beregnet. Auch die Erdbeerbauern hoffen wie so viele andere Bereiche in der Landwirtschaft und im Gartenbau auf Regen. Die Qualitäten sind wegen der Trockenheit gut und die Pflücker haben alle Hände voll zu tun, die reifen Früchte zu ernten. Nach derzeitigem Stand könnte die Erntemenge von 12.000 t Erdbeeren in Schleswig-Holstein noch übertroffen werden. Anders als beim Spargel hat die Erdbeersaison keinen Stichtag, wann sie endet. Die aktuelle Wetterlage lässt auch die späten Sorten schneller erntereif werden. Damit könnte die Saison etwas kürzer ausfallen als in Jahren mit kühleren Sommern. In Schleswig-Holstein liegt die Erdbeeranbaufläche bei rund 1.000 ha, davon 700 ha Freiland (ohne Folien). Etwa 80 Betriebe bauen Erdbeeren an.

Kurze Wege durch Direktvermarktung

Der Vorteil der schleswig-holsteinischen Anbauer ist die Marktnähe: Kurze Transportwege ermöglichen besondere geschmacksstarke Sorten und vor allem ein spätes Pflücken reifer Früchte. Viele Erdbeererzeuger setzen auf die Direktvermarktung: In Hofläden oder Verkaufsständen an verbrauchernahen Standorten bieten sie die Früchte pflückfrisch an. Die Preise ab Hof beziehungsweise ab Erdbeerbude liegen derzeit zwischen 3 und 4 Euro/500 g, anders als auf dem Großmarkt. Erdbeeren zum selber Pflücken gibt es schon ab 3 bis 5 Euro das Kilo. Die Empfehlung der Landwirtschaftskammer ist, Erdbeeren direkt vor der Haustür beim Erzeuger zu kaufen. Die Früchte schmecken, sind frisch und durch die kurzen Wege wird die Umwelt geschont. Außerdem lohnt es sich, Vorräte für den Winter einzufrieren oder als Marmelade/Kompott anzulegen. Der Trend geht bei vielen Verbrauchern seit Jahren wieder zum regionalen, saisonalen Verzehr – warum nicht auch wieder zum Selbermachen und verarbeiten? Auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer unter www.lksh.de/verbraucher/einkaufen-auf-dem-bauernhof/ (bitte bis nach unten scrollen) findet sich ein Überblick über die Obstdirektvermarkter in Schleswig-Holstein. In allen Landesteilen lassen sich so Erdbeeren beziehen und Rezeptideen finden. Zudem sind Erdbeeren nicht nur lecker, sondern auch gesund: 100 g Erdbeeren haben lediglich 32 kcal. Fünf bis sechs Erdbeeren reichen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin-C zu decken. Es darf also nach Herzenslust genascht werden. (lksh)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.