Regierung: Winzer brauchen Glyphosat

Auch im Weinbau ist Glyphosat ein Thema, für das sich auch die Bundesregierung interessiert.

Auch im Weinbau ist Glyphosat ein Thema. Bild: GABOT.

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Den Winzern in Deutschland ist als Alternative zum chemischen Pflanzenschutz nur die mechanische Bekämpfung von Unkraut durch Mulchen zwischen den Rebstöcken in Kombination mit möglichst eingegrenzten Herbizidanwendungen im Stockbereich oder mit einem Handschnitt durch Freischneider möglich. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu den Folgen eines möglichen Glyphosatausstiegs hervor. Weiter heißt es dazu, dass neben glyphosathaltigen Herbiziden weitere Herbizide für die Anwendung im Weinbau zugelassen seien, diese aber einen vollumfänglichen Ersatz durch ihre selektive Wirkung nicht gewährleisten. Würde Glyphosat für die Anwendung im Weinbau ohne eine chemische Alternative ausfallen, sei damit zu rechnen, dass die Anwendungshäufigkeit und die Aufwandmengen anderer Herbizide zunehmen, heißt es in der Antwort. Nach Erkenntnissen des Julius-Kühn-Instituts gebe es Mulchgeräte, die auch die krautigen Pflanzen unter der Weinrebe stockschonend erfassen, aber in der Praxis seien die Maschinen wegen hoher Anschaffungskosten und geringer Arbeitsgeschwindigkeit kaum verbreitet. Außerdem sei in vielen Hanglagen neben der Unkrautbekämpfung mit Herbiziden derzeit nur der mehrfache Handschnitt des Unterwuchses mit dem Freischneider praktikabel. (Quelle: hib/EIS)

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