PotatoEurope 2018: Herausforderndes Kartoffeljahr 2018

Die Branche demonstrierte auf der PotatoEurope 2018 ihre Leistungsfähigkeit.

Intensiver Austausch am UNIKA-Stand der Deutschen Kartoffelwirtschaft mit Besuchern und Besuchergruppen. V. l. n. r. Martin Umhau, DLG-Aufsichtsratsmitglied, Olaf Feuerborn, UNIKA-Vorstandsvorsitzender, Thomas Herkenrath, DKHV-Präsident.

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Als zentraler Ansprechpartner der deutschen Kartoffelwirtschaft präsentierte sich die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) gemeinsam mit dem Deutschen Kartoffelhandelsverband e. V. (DKHV) einem sachkundigen Fachpublikum auf der Mitte September im niedersächsischen Bockerorde stattgefundenen PotatoEurope 2018. Auf der internationalen Leitmesse für Kartoffelprofis organisierte die UNIKA nach 2014 zum zweiten Mal einen Gemeinschaftsstand der Deutschen Kartoffelwirtschaft und demonstrierte damit, wie eng die Branche zusammensteht.

„Gerade in solchen herausfordernden Jahren wie 2018 ist es wichtig, dass die einzelnen Glieder der Wertschöpfungskette Kartoffeln eng miteinander agieren, gemäß dem UNIKA-Motto gemeinsam, stufenübergreifend Lösungen erarbeiten“, so Olaf Feuerborn, Vorstandsvorsitzende der UNIKA. „Die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen an eine nachhaltige, ressourcenschonende Produktion des wertvollen und gesunden Nahrungsmittels Kartoffeln sind hoch und werden von uns ernst genommen. Diese Wochen und Monate fordern den Landwirten sowie den weiteren Gliedern der Wertschöpfungskette Kartoffeln aber besonders viel Einsatz und Können ab. Schließlich soll der Verbraucher auf Kartoffeln sowie Kartoffelprodukte aus heimischem Anbau in der gewohnten guten Qualität nicht verzichten müssen.“ ergänzt Feuerborn.

Die seit dem Frühjahr vor allem in Nord- und Ostdeutschland stark ausgeprägten Witterungsextreme, die wochenlange Hitze- und Trockenperiode, setzte die Feldbestände unter Dauerstress. „In den benachteiligten Regionen konnte selbst intensive Beregnung Mindererträge verbreitet allenfalls abmildern. Dort, wo sie nicht möglich war, müssen die Landwirte hohe Ertrags- und damit Einkommensverluste verkraften“, so Feuerborn. Die im Frühjahr erfolgten regionalen Flächenausdehnungen in den Bereichen Veredlung-, Stärke- und Pflanzkartoffeln dürften daher verbreitet nicht zum Tragen kommen.

Hauptthemen der vielen Gesprächen auf dem Gemeinschaftsstand der Kartoffelwirtschaft waren aber nicht nur die in Teilen Deutschlands und angrenzenden EU-Ländern schwierigen Vegetationsbedingungen, ihr Einfluss auf die Qualität der Knollen, die qualitätsschonende Bergung sowie Lagerung und spätere Vermarktung der Haupternte. Auch Fragestellungen aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Pflanzengesundheit und Pflanzenschutz sowie technische Aspekte der Kartoffelproduktion, mit denen sich die Experten in den Fachgremien der UNIKA intensiv beschäftigen, wurden erörtert. „Während der zweitägigen Fachmesse konnte der Verband zahlreiche Besuchergruppen empfangen und in vielen Fachgesprächen die Strukturen, seine Gremien und Arbeitsweise erfolgreich einem breiten Publikum sowie Medienvertretern nahe-bringen“, so Dr. Sebastean Schwarz, Geschäftsführer der UNIKA.

Für knapp 10.000 Besucher, zumeist Fachpublikum, aus mehr als 60 Ländern bot das Rittergut Bockerode bei Hannover am 12. und 13. September eine ideale Diskussionsplattform sowie einen bewährten Veranstaltungsort. Die im Jahre 2006 auf Initiative der UNIKA als ideeller Träger ins Leben gerufene Leitmesse der internationalen Kartoffelwirtschaft, die nun das vierte Mal in Deutschland stattfand, bot den Kartoffelprofis viel Wissenswertes rund um die Kartoffel. Insgesamt 225 Aussteller präsentierten auf der von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) veranstalteten PotatoEurope eine große Palette an Fachinformationen und Innovationen. (Quelle: Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V.)

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