NRW: "Neue Wertschätzung für Lebensmittel"

Runder Tisch "Neue Wertschätzung für Lebensmittel" fördert gemeinsames Engagement gegen Lebensmittelverluste.

23 Kilo vermeidbare Nahrungs-Abfälle pro Person, darunter auch frisches Obst und Gemüse. Bild: GABOT.

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Ministerin Heinen-Esser: "23 Kilo vermeidbare Nahrungs-Abfälle sind viel zu viel" Pro Person werden in Nordrhein-Westfalen jährlich mindestens 23 Kilogramm vermeidbare Lebensmittelabfälle weggeworfen. Über diese und andere aktuelle Studienergebnisse hat Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser mit 30 Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft, Produktion, Handel, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Rahmen des Runden Tisches "Neue Wertschätzung für Lebensmittel" diskutiert. Gemeinsames Ziel aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es, das Ausmaß an Lebensmittelverlusten zu reduzieren.

"23 Kilogramm vermeidbare Abfälle sind viel zu viel. Jede Person wirft umgerechnet circa 75 Euro im Jahr in die Tonne - das ist eine erschreckend große Menge, zumal ein beachtlicher Teil noch unbedenklich verzehrt werden könnte. Für mich hat die Förderung der Wertschätzung von Lebensmitteln und die Verringerung von Lebensmittelverlusten oberste Priorität. Die Verschwendung von Lebensmitteln ist ethisch, ökologisch und ökonomisch fatal", sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser.

Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung für das Verbraucherschutzministerium kam zu dem Ergebnis, dass 35% der im Haushalt weggeworfenen Lebensmittel in einwandfrei verzehrbarem Zustand entsorgt werden, weil zu große Mengen gekocht oder eingekauft wurden. Ziel der Nachhaltigkeits-Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist es, Lebensmittelverluste in Privathaushalten bis 2030 zu halbieren. "Wertschätzung beginnt zu Hause und das nötige Wissen muss schon in der Schule vermittelt werden - zum Beispiel, wie man Essen richtig lagert oder aus Essensresten leckere Speisen zubereitet", so die Ministerin.

Mit dem Runden Tisch, zu dem das Verbraucherschutzministerium zum achten Mal eingeladen hat, soll der Austausch zwischen allen Akteurinnen und Akteure der Lebensmittelwertschöpfungskette gefördert werden.

In Forschungsprojekten wurden seit 2010 Ursachen und Ausmaße der Lebensmittelverluste in einzelnen Branchen untersucht. Mit Bildungsaktionen und Best-Practice-Projekten werden Schulkinder und Jugendliche dazu motiviert, Lebensmittel mehr wertzuschätzen und Verluste zu verringern. (Quelle: umwelt.nrw)

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