Lautenbach: Erdbeersaison eröffnet

In Baden-Württemberg werden auf rund 2.300 Hektar Erdbeeren im Freiland und in Folientunneln, vorwiegend entlang des Rheins und am Bodensee, angebaut.

In Baden-Württemberg werden auf rund 2.300 Hektar Erdbeeren im Freiland und in Folientunneln, vorwiegend entlang des Rheins und am Bodensee, angebaut. Bild: GABOT.

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„Auch wenn der Frühling fast schon sommerlich daher kommt, beginnt gerade erst die heiß ersehnte Freilanderdbeersaison. Besonders regionale Produkte sind sehr gefragt und laden zum Genießen ein. Damit der Verbraucher mit gutem Gewissen einkaufen kann, wird in Baden-Württemberg die Herkunft der Erdbeeren regelmäßig untersucht und überwacht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 8. Mai in Stuttgart mit Blick auf die Eröffnung der diesjährigen Freilanderdbeersaison für Baden-Württemberg in Lautenbach (Ortenaukreis). Baden-Württemberg sei mit eines der bedeutendsten deutschen Anbaugebiete für Erdbeeren und habe sich insbesondere als frühestes Anbaugebiet in Deutschland am Markt positionieren können. Ideale klimatische Voraussetzungen für den Anbau, fachlich bestens qualifizierte Erzeugerbetriebe sowie gute Vermarktungswege über die Erzeugergroßmärkte und die in der Region gut aufgestellte Direktvermarktung seien Garanten dieses Erfolges.

So würden im Land auf rund 2.300 Hektar Erdbeeren im Freiland und in Folientunneln, vorwiegend entlang des Rheins und am Bodensee, angebaut. Rund 10% der Erdbeerernte kämen aus dem geschützten Anbau, also aus sogenannten „Erdbeertunneln“, die auch hierzulande immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Aufgrund des schönen Wetters seien diese Früchte bereits seit mehreren Tagen auf dem Markt und fänden rege Nachfrage. Geringe Erntemengen, wie die 19.200 t im letzten Jahr, ausgelöst durch den Spätfrost, werden in diesem Jahr nicht erwartet. Eine Normalernte liegt in der Größenordnung von rund 30.000 t.

Heimische Erdbeeren sind nicht nur optisch ein Hingucker, sie sind zudem auch noch erfrischend und lecker. Die roten Früchtchen sind wahre Geschmacksbomben. Dies zeigt sich auch in der erfreulichen Verbrauchernachfrage, liegt doch der jährliche Pro-Kopf-Verzehr an Erdbeeren bei derzeit 3,6 Kilogramm“, erklärte der Minister. Hochwertige und umweltgerecht angebaute Erdbeeren seien auch im Verkauf am landeseigenen Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) erkennbar.

Verbraucherschutzbehörden kontrollieren Richtigkeit der Herkunftsangaben

„Die Lebensmittelüberwachungsbehörden kontrollieren und untersuchen die Ware stichprobenhaft und risikoorientiert. Dabei haben die Kontrolleure die Gegebenheiten vor Ort, zum Beispiel auf Wochenmärkten, regelmäßig im Blick. So wurden 2017 beispielsweise drei Fälle aufgedeckt, bei denen italienische Erdbeeren als deutsche Ware ausgelobt wurden. Die Falschdeklarationen wurden umgehend korrigiert und in zwei Fällen wurde gegen die Händler Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet“, sagte Hauk.

Ergänzend dazu hätten die Lebensmittelchemiker des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts in Freiburg mit der langjährig aufgebauten Untersuchung sogenannter stabiler Isotope im vergangenen Jahr 61 Proben Erdbeeren aus dem Handel unter die Lupe genommen. 37 davon wurden in Baden-Württemberg angebaut. Dabei seien mit Blick auf die Herkunft keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt worden.

„Um einer Verbrauchertäuschung durch Laboruntersuchungen auf die Schliche zu kommen, ist vor allem der Vergleich mit frischen, direkt von den baden-württembergischen Feldern entnommenen Erdbeeren wichtig“, erklärte der Minister.

Hier arbeiten verschiedene Behörden des Verbraucherschutzes Hand in Hand. Auch im Jahr 2018 werden wieder „authentische“ Proben gesammelt und zeitgleich neue Proben aus dem Handel untersucht. Um das Ziel der Lebensmittelüberwachung zu erreichen, nämlich um Verbrauchertäuschung vorzubeugen, werden die frischen Erdbeeren zu einem möglichst frühen Zeitpunkt der Saison entnommen. Falschdeklarationen sind dann am wahrscheinlichsten, da die heimische Ware noch rar und teuer ist. Diese Überwachungsmaßnahmen schützen auch den heimischen Erzeuger und sorgen für einen fairen Wettbewerb. In diesem Jahr sollen wieder ca. 60 Proben untersucht werden. Die Isotope der Bioelemente eines Lebensmittels liefern dabei die entscheidenden Informationen, werden Sie doch von verschiedenen Faktoren, zum Beispiel dem Anbau, der Lage und den Nährstoffen im Boden, beeinflusst.

Um sich als Verbraucher selber vor Täuschung zu schützen, ist der Einkauf mit einem wachsamen Auge angeraten. Dabei sollte man vor allem die Saison eines Lebensmittels im Blick behalten. Hochwertige und umweltschonend erzeugte Erdbeeren aus Baden-Württemberg kann man zudem im Handel am Qualitätszeichen Baden-Württemberg erkennen. (Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)

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