Knud Jepsen: Steigt in Cannabis-Produktion ein

Zwischen den Firmen The Green Organic Dutchman und Queen Genetics kommt es zu einem Joint Venture zum gemeinsamen Einstieg in die Cannabis-Produktion für den Europäischen Markt.

Website von Queen. Screenshot: GABOT.

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The Green Organic Dutchman (TGOD) hat eine Absichtserklärung zur Gründung eines 50/50 Joint Ventures mit Queen Genetics/Knud Jepsen A/S mit Sitz in Hinnerup, Dänemark, unterzeichnet. Das Projekt wird zunächst auf einer Fläche von 18.600 qm innerhalb der hochmodernen, automatisierten Gewächshäusern von Knud Jepsen in Dänemark realisiert. Die Gebäude, die dem Join Venture zur Verfügung stehen, wurden von Thomas Larssen von Aurora Larssen Projects entworfen und gebaut und werden TGOD die Möglichkeit bieten, seine Produktionskapazität um ca. 25.000 kg zu erhöhen, womit diese auf insgesamt 195.000 kg steigt. So wird eine konstante Versorgung mit, in Europa produziertem, Cannabis gewährleistet.

Das Gemeinschaftsunternehmen wird sich auf die Produktion von hochwertigem Cannabis nach den TGOD-Richtlinien für den biologischen Anbau konzentrieren und Knud Jepsens jahrelange Forschung und Entwicklung im Bereich der Pflanzengenetik und -züchtung nutzen. Dies schließt auch viele patentierte Forschungsergebnisse ein, die auf den Anbau von hochwertigem Cannabis angewandt werden könnten. Durch eine Abnahmevereinbarung zu einem vorher festgelegtem Wert, der sich anhand der Produktionskosten errechnet, hat TGOD das ausschließliche Recht auf die gesamte Cannabisproduktion.

Knud Jepsen wurde 1939 gegründet und verfügt über mehr als 75 Jahre Erfahrung in allen Bereichen des Gartenbaus, von der Genetik und Züchtung bis hin zu internationalen Partnerschaften und weltumspannenden Vertriebsnetzen. Knud Jepsen ist der weltweit größte Kalanchoe-Züchter und -Produzent, der jährlich mehr als 35 Mio. Fertigerzeugnisse in Europa und 90 Mio. Stecklinge in über 75 Länder vertreibt und verkauft. Über 425 Mitarbeiter sind bei Knud Jepsen im Rahmen ihrer weltweiten Aktivitäten beschäftigt, zu denen neben dem Hauptsitz in Dänemark auch eine 82.000 qm große Blumen- und Jungpflanzenproduktion in der Türkei und eine 65.000 qm große Produktionsstätte in Vietnam gehören.

Seit der Gründung von Knud Jepsen liegt der Fokus im Bereich der Forschung und Entwicklung, mit besonderem Augenmerk auf der Erforschung von genetischen Merkmalen mit dem Ziel, Pflanzen zu entwickeln, die gleichmäßige Wuchshöhen haben, kompakter sind, stärkere Zellwände besitzen, widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind und eine erhöhte Produktion von Sekundärstoffwechselprodukten aufweisen.

Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz gehören ebenfalls zu den Kernprinzipien von Knud Jepsen. Das Streben nach Einsparungen bei den Stromkosten innerhalb der dänischen Betriebe hat zu einer ganzheitlichen Energieversorgungsplanung geführt, mit dem Ziel, den Energiemix durch den Einsatz einer 6-MW-Erdgas-Blockheizkraftwerksanlage, die Gewinnung von Sonnenenergie durch Wärmepumpen, die Integration von Abwärme durch eine Direktleitung aus einer Biomasse-Abfallanlage für eine kostengünstige Wärmeversorgung, sowie der Speicherung auf der Grundlage der Produktionsplanung und der Einbeziehung von Wettervorhersagen in die Energiebedarfsplanung.

"Europa, mit seinen 750 Mio. Einwohnern, ist ein Kernmarkt, und Knud Jepsen verfügt über fast 280.000 qm Gartenbaubetriebe, 75 Jahre Betriebserfahrung und einen bedeutenden Fokus auf Forschung und Entwicklung, der TGOD eine unglaubliche Plattform für den Eintritt in den europäischen Markt bietet", sagte Csaba Reider, der Geschäftsführer von TGOD. "Diese ersten beiden Anlagen sind ein erster Schritt in unserem Unternehmensplan, um in Europa Fuß zu fassen. Wir freuen uns darauf, unsere endgültige Vereinbarung in den kommenden Wochen abzuschließen", so Reider weiter.

"Wir freuen uns sehr über den Eintritt in den europäischen Markt als Marktführer im internationalen Bio-Anbau", sagt Robert Anderson, CEO von TGOD. "Bio ist eines unserer wichtigsten Unterscheidungsmerkmale, und bei der Erstellung eines Katalogs von Produkten mit höheren Margen über verschiedene Liefermethoden hinweg machen biologische Produktionsmittel einen wesentlichen Unterschied beim Endprodukt aus. Diese Zusammenarbeit etabliert das Produkt von TGOD in ganz Europa und erhöht unsere Produktionskapazität auf 195.000 kg. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt vorwärts, um die größte ökologische Cannabismarke der Welt zu schaffen", so Anderson weiter.

"Wir freuen uns über die Partnerschaft mit TGOD, dem weltweit führenden Anbieter von Bio-Cannabis, um die Sparte Cannabis in unserem Unternehmen einzuführen", sagte Frands Jepsen, CEO von Knud Jepsen. "Dies ist eine symbiotische Beziehung, in der TGOD unsere globale Präsenz, mehr als 450 Mitarbeiter und mehr als 75 Jahre Betriebserfahrung nutzen kann. Wir können hingegen TGODs biologische Cannabismarke, Anbauerfahrung und bewährtes Managementteam nutzen, um schnell und in großem Umfang in den europäischen Cannabismarkt einzusteigen".

Der Abschluss der Transaktion steht unter den üblichen Bedingungen, einschließlich der Unterzeichnung der maßgeblichen Dokumente, des Abschlusses einer ordnungsgemäßen Sorgfaltsprüfung und der entsprechenden behördlichen Genehmigungen.

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