Infarm: Neue Finanzierungsrunde

Durch den Aufbau von 100 Betrieben in Berlin mit etablierten Lebensmitteleinzelhändlern und einem Produktionsstart in Paris, London und Kopenhagen in diesem Jahr sollen bis Ende 2019 1.000 Betriebe europaweit Lebensmittel in urbanen Gebieten herstellen.

INFARM-Gründer Erez Galonska. Bild: Robert Rieger.

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Infarm, Europas führendes Unternehmen im Bereich der urbanen Landwirtschaft, gibt jetzt bekannt, dass es in einer von Balderton Capital, TriplePoint Capital und Mons Investments LLC sowie den früheren Investoren Cherry Ventures, QUADIA und LocalGlobe geleiteten Serie A-Runde 25 Mio. Dollar (20 Mio. Euro) gesammelt hat. Mit dieser Runde erhöht sich die von Infarm gesammelte Summe auf 35 Mio. Dollar (24 Mio. Euro), einschließlich eines Zuschusses in Höhe von 2 Mio. Euro, der von der Europäischen Kommission im Rahmen des Prestigeprogramms Horizon 2020 gewährt wird.

Nur zwei Jahre nach der Einführung des Konzepts der Instore-Landwirtschaft betreibt Infarm heute mehr als 50 Betriebe in den Supermarktgassen, Gastronomieküchen und Distributionslagern Berlins.

Das Konzept zielt darauf ab, kleine Farmen direkt dort aufzubauen, wo die so erzeugten Lebensmittel auch unmittelbar benötigt werden. Viele kleine Farmen direkt in den urbanen Gebieten anstatt wenige große außerhalb. Infarm hat die Instore-Landwirtschaft in die Standorte von EDEKA und METRO, zwei der größten deutschen Lebensmitteleinzelhändler, integriert und baut dort Dutzende von hochwertigen Kräutern und Blattgemüse an, die zu erschwinglichen Preisen verkauft werden. Mit einer Leistung von bis zu 1.200 Pflanzen pro Monat aus einer einzigen Betriebseinheit von 2qm Größe hat Infarm bereits einige Standorte in die Lage versetzt, sich in der Kräuterproduktion vollständig selbst zu versorgen.

Die verteilten Betriebe sind über die zentrale Landwirtschaftsplattform von Infarm miteinander verbunden und bilden so ein einzigartiges Netzwerk für die städtische Landwirtschaft. Jede Farm ist ein kontrolliertes Ökosystem mit immer neuen Ansätzen, die Licht, Temperatur, pH-Wert und Nährstoffe so anpassen, dass der maximale natürliche Lebensstandard jeder Pflanze gewährleistet ist. Während der gesamten Lebensdauer einer Anlage werden 50.000 Datenpunkte gesammelt. "Wir sammeln 50.000 Datenpunkte "Wir sammeln 50.000 Datenpunkte "Wir sammeln 50.000 Datenpunkte. Guy Galonska, Mitbegründer und CTO, erklärt: "Jede Farm fungiert als Datenpipeline und sendet rund um die Uhr Informationen über das Pflanzenwachstum an unsere Plattform, damit sie lernen, anpassen und optimieren kann. Dies bildet die Grundlage für das Service-Angebot von Infarm: Das Unternehmen kann seine Farmen an die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden anpassen, verschiedene Sorten für verschiedene Supermarktstandorte anbauen oder den Geschmack der Produkte anpassen, um den Geschmack der Kunden besser zu treffen.

Mit einer starken Gruppe von Lebensmitteleinzelhändlern und führenden kulinarischen Partnern plant Infarm, seine landwirtschaftlichen Dienstleistungen erstmals über Berlin hinaus auszubauen. Sie wird noch in diesem Jahr ihre Tätigkeit in Paris, London, Kopenhagen und anderen deutschen Städten aufnehmen.

Dies ist der Beginn der urbanen Landwirtschafts-(R)evolution: Sie wird neu definieren, was es heißt, gut zu essen, die Landschaft der Städte neu zu gestalten und die Menschen dazu zu bringen, sich ihre Nahrung zu eigen zu machen", sagt Erez Galonska, Mitbegründer von Infarm. "Unser Ziel ist es, Städte bis nach Seattle in den USA oder Seoul, Südkorea, mit unserem urbanen Landwirtschaftsnetzwerk zu erreichen."

Heute besteht das Team von Infarm aus fast 100 Infarmern aus den Disziplinen Gartenbau, Architektur, Industriedesign, Marketing und Machine Learning. Die neue Investition dient dazu, das Infarm-Team zu einem globalen Unternehmen auszubauen und das 5.000 qm große F&E-Zentrum in Berlin weiterzuentwickeln. Das Zentrum konzentriert sich auf die Förderung der Biodiversität und den weiteren Ausbau des Produktsortiments: Tomaten, Chilischoten, verschiedene Pilze, Früchte und blühendes Gemüse sollen als nächstes eingeführt werden.

Daniel Waterhouse, Partner von Balderton Capital, fügt hinzu: "Das Leben in der Stadt wächst weltweit unaufhaltsam und die Gesellschaften befinden sich an einem Punkt, an dem sie sich den großen existenziellen Fragen stellen müssen, wie sie ihre wachsende Bevölkerung nachhaltig ernähren können. Infarm steht an vorderster Front einer neuen Welle von Unternehmen, die sich gegen die Ineffizienzen in der derzeitigen Lebensmittelversorgungskette zur Wehr setzen, indem sie den Anbau von Frischeprodukten direkt im Herzen unserer Gemeinden ermöglichen. Wir freuen uns, ein Unternehmen zu unterstützen, an dessen Mission wir so leidenschaftlich glauben." (Quelle: Infarm )

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