Großbritannien: Regierung reagiert auf Saisonkräftemangel

Die britische Regierung hat am 6. September einen Pilotversuch für Saisonarbeiter im Agrarsektor nach dem Brexit angekündigt.

Die britische Regierung reagiert auf den erwarteten Saisonkräftemangel nach dem Brexit. Grafik: GABOT.

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Mit einem Pilotprojekt will die britische Regierung nun einen Arbeitskräftsmangel in der Agrarwirtschft nach dem Brexit verhindern.

Jedes Jahr sollen 2.500 Arbeiter von außerhalb der EU ein Visum für ein halbes Jahr erhalten können. Während des zweijährigen Pilotprojekts kann der Agrarsektor somit insgesamt sechs Monate lang insgesamt 2.500 Beschäftigte von außerhalb der EU beschäftigen, um den Arbeitskräftemangel in Spitzenzeiten zu decken.

Die Produktion von Beerenobst in Großbritannien ist in den letzten 20 Jahren um 130% gestiegen. Britische Produzenten fangen Arbeitsspitzen wie die Erntezeit aktuell mit Saisonarbeitern aus der Europäischen Union ab. Das könnte nach dem Brexit nicht mehr möglich sein. Britische Erzeuger berichten schon jetzt, dass es wegen des Brexits schwieriger geworden sei, Saisonarbeiter aus der EU anzuziehen.

Die Interessengruppen CLA und NFU begrüßen nachdrücklich die Visa-Regelung für Saisonarbeitskräfte. Der CLA begrüßt einerseits das Pilotprojekt, besteht jedoch andererseits weiterhin auf einer breiteren Lösung. Das die Regierung freut sich über die Lösung: Landwirtschafts- und Umweltminister Gove sagte in der Ankündigung des Pilotprojekts, dass nun mehr britische Produkte angebaut, verkauft und exportiert werden sollten.

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