DKHV: 14. Internationaler Berliner Kartoffelabend

Zum traditionellen Internationalen Berliner Kartoffelabend begrüßte der Deutsche Kartoffelhandelsverband rund 500 Gäste aus 16 Ländern.

Zum traditionellen Internationalen Berliner Kartoffelabend begrüßte der Deutsche Kartoffelhandelsverband rund 500 Gäste aus 16 Ländern.

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Das Berliner Hilton am Gendarmenmarkt bot den perfekten Rahmen für die Gespräche und Diskussionen der Experten. In seiner Eröffnung forderte DKHV-Präsident Thomas Herkenrath mehr Aufmerksamkeit in den Diskussionen zu Lebensmitteln und zur Landwirtschaft. „Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel und können in Anbau, Aufbereitung und Vertrieb bestens die hohen ethischen Anforderungen der Verbraucher und deren Wunsch nach einer gesunden Ernährung erfüllen. Die Kartoffelbranche muss sich nur selbstbewusster in der Öffentlichkeit präsentieren, um vom Konsumenten positiv wahrgenommen zu werden. Dafür heißt es genau hinzuhören und zu analysieren, welche Sorgen, Ängste und Bedürfnisse unsere Kunden haben. Wir müssen uns ständig selbst hinterfragen und unsere Produktionsprozesse in Bezug auf Nachhaltigkeit und Notwendigkeit offen und kritisch überprüfen. Auch wenn wir mit unserer Kartoffel nur einen geringen Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Produktionsfläche belegen, tragen wir ebenso eine große Verantwortung für nachfolgende Generationen.“, so Herkenrath.

Im letzten Jahr haben viele der DKHV-Mitgliedsunternehmen zum Beispiel ihre Aktivitäten zum Erhalt der Biodiversität vorgestellt. Blühstreifen, Insektenhotels oder auch Streuobstwiesen sind wertvolle Maßnahmen dafür. Herkenrath verwies darauf, dass der Kartoffelbranche ein großer Erfolg gelungen ist: Nach Jahren des rückläufigen Kartoffelverzehrs konnte 2017 erstmals ein Absatzplus von 1,6% gegenüber dem Vorjahr gemessen werden. Dazu habe die Arbeit der Kartoffelmarketing GmbH wesentlich beigetragen, die 2015 auf Initiative des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes gegründet worden ist und seitdem mit vielen Maßnahmen zur Imageförderung für die Kartoffel wirkt.

Herzlich begrüßte Herkenrath den Präsidenten des World Potato Congress (WPC), Romain Cools. Mit ihm sei erstmals ein Europäer in diese Funktion gewählt worden. Der 10. WPC in Peru, der Wiege der Kartoffel, steht unter dem Motto: „Ein Blick in die Zukunft der Kartoffel: Biodiversität, Lebensmittelsicherheit und Business“ und bietet ein umfangreiches Fach-, Diskussions- und Exkursionsprogramm. Cools lud in seinem Grußwort die Europäer herzlich ein, an diesem außergewöhnlichen Congress in der Cuzco-Region teilzunehmen. Viele der Gespräche werden in den nächsten Tagen auf der Fruit Logistica, der größten europäischen Fachmesse für den Obst- und Gemüsesektor fortgesetzt. Bereits jetzt äußerten viele Gäste die Vorfreude auf den 15. Internationalen Kartoffelabend, der am 5. Februar 2019 in Berlin stattgefunden hat. (DKHV)

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