DFHV: Gegen falsche Behauptungen zum Fruchtimport

Kampagne der Bundesregierung diskriminiert Branche ohne sachliche Grundlage.

Das Plakat der Kampagne Wirtschaft-Menschenrechte.

Anzeige

Der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) hat in einem Brief an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Kampagne des Ministeriums zum Thema Menschenrechte scharf kritisiert. „Kein Ressort der Bundesregierung hat bisher auch nur ansatzweise den deutschen Fruchtimporteuren unterstellt, sie würden in Deutschland und in Übersee die Menschenrechte nicht achten,“ erklärte DFHV-Geschäftsführer Dr. Andreas Brügger. Das Bundesministerium dagegen unterstelle am Beispiel einer Ananas, dass bei der Herstellung und Einkauf die Menschenrechte nicht beachtet würden.

„Wieso ein Bundesministerium behaupten kann, dass Menschen durch Pestizide krank werden, Grundwasser vergiftet wird und Gewerkschaften unterdrückt werden, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Daran ändern auch die Fragezeichen hinter den Behauptungen nichts.“ (Brügger) Der DFHV hat das Bundesministerium gebeten, ihm nachprüfbare Fakten vorzulegen, um die Vorwürfe gegenüber dem deutschen Fruchthandel zu belegen. Eine Antwort der Bundesregierung steht bisher aus.

Brügger betonte, dass die deutschen Importeure nahezu ausschließlich zertifizierte Ware aus Übersee bezögen. „Die entsprechenden Bestimmungen legen eindeutig fest, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen oder dass bestimmte Löhne zu zahlen sind.“ Die Bundesregierung stoße jetzt in das gleiche Horn wie etwa Aktivisten, die zum Diebstahl von Lebensmitteln in Supermärkten aufforderten, weil der Lebensmitteleinzelhandel den Arbeitern in Übersee angeblich die entsprechenden Löhne vorenthalte.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.