Copa & Cogeca: Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken

Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittelkette begrüßenswert.

Copa & Cogeca begrüßen die Bekämpfung von unlauteren Handelspraktiken in der Lebensmittelkette. Bild: GABOT.

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Copa und Cogeca unterstützen den Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments zum Plan der Europäischen Kommission für die Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette, mit dem Erzeugern bei der Erwirtschaftung eines besseren Erlöses aus dem Markt geholfen werden soll.

Nach einem Treffen mit MdEP Paolo de Castro, dem Autor des Berichts des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments, sagte der Generalsekretär von Copa und Cogeca, Pekka Pesonen: „Wir unterstützen die Arbeit Herrn De Castros zu diesem zentralen Thema voll und ganz. Landwirte erhalten nur 23% des Mehrwerts landwirtschaftlicher Erzeugnisse, während dem Handel ein Anteil von 53% zufließt und dieser Prozentsatz steigt. Das Einkommen der Landwirte beträgt nur 46,5% der Durchschnittseinkommen in anderen Wirtschaftsbereichen. Ihr Anteil an jedem Euro, den die Verbraucher ausgeben, muss steigen. Wir können nicht länger hinnehmen, dass andere aus unlauteren und unethischen Geschäftspraktiken finanzielle Vorteile ziehen“, so Pesonen.

„Um dem Herr zu werden, brauchen wir eine Gesetzesregelung auf EU-Ebene, denn es war deutlich festzustellen, dass freiwillige Ansätze allein nicht funktionieren. Außerdem müssen wir den Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Richtlinie erweitern und sicherstellen, er allen Unternehmen Schutz bietet. Der Kommissionsvorschlag kann verbessert werden und weiter gehen. Das ist genau das, was MdEP De Castro in seinem Bericht getan hat“, betonte Pesonen.

Nächste Schritte: Die Vorstellung des Berichts wird für Juli erwartet. Im Oktober dürften die MdEPs des Landwirtschaftsausschusses über ihn abstimmen, gefolgt von der Abstimmung im Plenum im Oktober und den Trilogen bis Ende des Jahres. Er wurde auch von der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli begann, zu einer Priorität erklärt.

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