BfR: Lebensmittelrisiken erkennen und bewerten

Bei der siebten BfR-Summer Academy bildeten sich Risikoexpertinnen und -experten aus aller Welt weiter.

40 Teilnehmender aus 22 Staaten verfolgten die Fortbildung der BfR-Summer Academy. Bild: BfR.

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Unter dem Motto „From experts to experts“ endete die siebte BfR-Summer Academy des Bundesinstituts für Risikobewertung. Vom 25. Juni bis zum 6. Juli 2018 setzten sich 40 Fachleute aus Asien, Europa und Lateinamerika mit den Themen Risikobewertung und Risikokommunikation auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit auseinander. „Wissenschaftler aus aller Welt können sich bei der BfR-Summer Academy austauschen und ihre Qualifikationen zum Thema Lebensmittelsicherheit erweitern“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Vor dem Hintergrund weltweiter Warenströme ist diese globale Vernetzung auch für uns von großer Bedeutung.“

Die BfR-Summer Academy soll die Teilnehmenden in die Lage versetzen, nicht nur selbst Risikobewertungen durchzuführen, sondern dieses Wissen auch in ihrer Heimat weiterzugeben. Dazu wurden auch in diesem Jahr Grundlagen der Bewertung von Gefahr, Exposition und Risiko sowie ein Einblick in die deutschen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt. Die Inhalte umfassten sowohl mikrobielle als auch stoffliche Risiken, die von Lebensmitteln ausgehen können. Einzelne Workshops widmeten sich unter anderem der Risikobewertung von Kontaminanten, Chemikalien und endokrinen Disruptoren sowie Fragen der Lebensmittelhygiene. Bei den praktischen Übungen sammelten die Fachkräfte Erfahrungen mit analytischen Herausforderungen, z. B. dem Umgang mit Daten und wissenschaftlicher Unsicherheit. Die Anwesenden lernten, Ausmaß und Relevanz eines gesundheitlichen Risikos verbrauchergerecht zu kommunizieren.

Die 40 Teilnehmenden stammten aus 22 Staaten, darunter Brasilien, China, Georgien, Russland, Saudi Arabien und Südkorea. Sie arbeiten zumeist an staatlichen Einrichtungen, die sich mit dem Thema Lebensmittelsicherheit befassen. Die Vortragenden arbeiten am BfR, am Max Rubner-Institut (MRI) und am Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Zudem wurden Fachleute des niederländischen Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) und des britischen Royal Veterinary College der University of London gewonnen.

Die BfR-Summer Academy findet seit 2012 jährlich statt. Zielgruppe der Fortbildung sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus staatlichen Organisationen, die mit den Themen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit befasst sind. Die Fortbildung soll ihnen Impulse geben, die gewonnenen Qualifikationen und Kenntnisse in ihren Heimatländern anzuwenden und weiterzugeben. Neben einem intensiven fachlichen Austausch bietet ihnen die BfR-Summer Academy auch die Möglichkeit, sich international zu vernetzen. (BfR)

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