Bayer: Schließt neue Partnerschaften mit NGOs zur Förderung von Kleinbauern

Auf der Fruit Logistica 2018 in Berlin unterzeichnet Bayer Kooperationsvereinbarungen mit zwei Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die die kleinbäuerliche Landwirtschaft unterstützen.

In einem ersten Projekt werden Bayer und Solidaridad Zuckerrohr-Anbauer in Mexiko unterstützen. Bild: Bayer AG.

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„80% der in den Entwicklungsländern konsumierten Nahrungsmittel werden von über 500 Mio. Kleinbauern produziert. Nur indem man ihnen hilft, ihre Produktivität nachhaltig zu erhöhen, kann man die Ernährung sichern und gleichzeitig die Umwelt schützen“, sagt Liam Condon, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. „Deshalb arbeiten wir mit starken Partnern zusammen, um Kleinbauern Zugang zu wichtigem Know-how, zu Qualitätsprodukten und Märkten zu verschaffen.“

Bayer übt Schulterschluss mit Solidaridad und Triptolemos

Bayer freut sich über die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit Solidaridad, einer internationalen gemeinnützigen Organisation, die sich für die Entwicklung sozial verträglicher, umweltgerechter und gewinnbringender Lieferketten einsetzt. Gemeinsam wollen sie vor allem die Produktivität und Wirtschaftlichkeit der Kleinbauern erhöhen, beispielsweise indem sie die Landwirte schulen und ihnen helfen, soziale und ökologische Zertifizierungsstandards zu erfüllen. Die Projekte sind vorläufig auf Mittelamerika konzentriert – eine Ausweitung auf andere Regionen ist jedoch geplant. „Diese Kooperation wird unser bestehendes Partnernetz weiter stärken“, sagt Michaelyn Baur, Geschäftsführerin von Solidaridad. „Die große Fachkompetenz von Bayer in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion wird uns helfen, echte Veränderungen herbeizuführen – für die Menschen und den Planeten.“

Eines der ersten Projekte zielt darauf, die Einkommenssituation der Kleinbauern, die Ernährungssicherheit, die integrierte Landschaftspflege und die Bewältigung der Folgen des Klimawandels zu verbessern. Helfen soll dabei PanameriCaña eine Plattform der Zuckerindustrie in Mexiko, El Salvador, Honduras und Nicaragua. Über diese Plattform werden Bayer und Solidaridad rund 1.500 Kleinbauern im Zuckerrohranbau einen besseren Zugang zu Know-how, Technologie und Finanzierungsmodellen verschaffen.

Ein weiterer Baustein der Zusammenarbeit zwischen Bayer und Solidaridad ist die Umsetzung des BayG.A.P. Service Program. Dieses Programm, das gemeinsam mit GLOBALG.A.P. aufgelegt wurde, unterstützt Landwirte bei der Einführung hoher landwirtschaftlicher Standards, damit sie Qualitäts-Zertifizierungen erhalten, die ihnen einen besseren Zugang zu lokalen oder globalen Märkten verschaffen. Das Programm fördert eine nachhaltige Landwirtschaft, indem es den sicheren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, den Schutz von Bestäuberinsekten, effiziente Wassernutzung und andere wichtige Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Biodiversität vorantreibt.

Der zweite Kooperationsvertrag wird mit der Triptolemos Foundation geschlossen, einer unabhängigen Institution, die sich für die Ernährungssicherheit und ein gerechteres Welternährungssystem einsetzt. Gemeinsam will man neue Schulungsunterlagen und Programme entwickeln, die den Landwirten helfen sollen, Nahrungsmittel nachhaltig zu produzieren. Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Integration des Zertifizierungstools BayG.A.P. von Bayer in die Aktivitäten des UNESCO-Lehrstuhls „Science and Innovation for Sustainable Development: Global Food Production and Safety“, einem Stiftungslehrstuhl von Triptolemos. „Bayer teilt unsere Vision und Entschlossenheit, für eine nachhaltige Produktion zu sorgen, die Einkommenssituation der Landwirte zu verbessern und die Ernährung weltweit zu sichern. Wir freuen uns darauf, vom Know-how des Unternehmens guten landwirtschaftliche Praxis zu profitieren“, erklärt Yvonne Colomer, die die Triptolemos Foundation leitet.

Bayer und Triptolemos wollen das BayG.A.P. Service Program weiter ausbauen und zu diesem Zweck weitere Schulungsunterlagen entwickeln und neue Trainings mithilfe von Online-Tools einführen. „Damit können wir noch mehr Landwirte erreichen und dabei unterstützen, nachhaltig zu produzieren“, freut sich Colomer. Die gemeinsamen Aktivitäten sind zwar grundsätzlich weltweit ausgerichtet, im Blickpunkt der beiden Partner stehen jedoch Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Beide Verträge wurden am 8. Februar auf dem Bayer-Stand auf der Fruit Logistica 2018 unterzeichnet. „Partnerschaft und Zusammenarbeit sind wichtige Voraussetzungen, wenn man das Leben der Menschen wirklich zum Besseren verändern will“, sagt Mathias Kremer, Leiter Crop Strategies & Portfolio Management der Bayer-Division Crop Science. „Zusammen mit Solidaridad und Triptolemos können wir das erreichen. Wir fördern nachhaltige landwirtschaftliche Methoden in verschiedenen Regionen der Welt und verbessern die wirtschaftliche Situation der Landwirte und der Gemeinden, die von ihnen versorgt werden.  (Bayer)

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