Bakker: Insolvenzverfahren kommen ins Laufen

Die Firmen der Bakker.com-Gruppe müssen ins Insolvenzverfahren - Gespräche über einen Neustart werden geführt.

Die Firmen der Bakker.com-Gruppe müssen ins Insolvenzverfahren - Gespräche über einen Neustart werden geführt.

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Am 2. Februar 2018 hat das Gericht in Den Haag die am 30. Januar 2018 gewährten vorläufigen Zahlungsaufschübe aufgehoben auf die Firmen Bakker.com B.V., Bakker.com Business B.V. und Holdingmij. Bakker voor de tuin B.V. für zahlungsunfähig erklärt. Mit der Ernennung von E. A. H. ten Berge (Cees Advocaten N. V.) als Treuhänder wurden die Moratorien in entsprechende  Insolvenzverfahren umgewandelt. Fast alle niederländischen Handelsaktivitäten der Bakker.com-Gruppe sind in den genannten Gesellschaften zusammengefasst. Die Geschäftsführung von Bakker.com hat dem Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass eine Insolvenz der anderen niederländischen Unternehmen der Gruppe ebenfalls so schnell wie möglich beantragt werden soll.

Bakker.com und die Möglichkeiten für einen Neustart

Bakker.com ist das größte Gartenversandhaus Europas und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeitnehmer) in 21 europäischen Ländern, verteilt über verschiedene Niederlassungen. Die niederländischen Aktivitäten von Bakker.com sind derzeit allerdings zum Stillstand gekommen.

Gemeinsam mit der Bank prüft der Insolvenzverwalter derzeit die Möglichkeiten zur Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit von Bakker.com. Verschiedene Parteien sind mit Interesse an einem Neustart zum Verwalter gekommen; es gilt als wahrscheinlich, dass weitere Kandidaten Interesse zeigen werden werden. Der Verwalter werde mit den Interessenten sprechen, heißt es, die Anzahl und der Inhalt der Angebote werde aber nicht bekannt geben, solange die Gespräche und Verhandlungen noch andauerten.

Konsequenzen für das Personal

Wie im Insolvenzfall üblich, kündigt der Verwalter die Arbeitsverträge aller Mitarbeiter. Während der Kündigungsfrist von bis zu 6 Wochen bleiben die Mitarbeiter im Dienst und - falls erforderlich - bei Bakker.com beschäftigt. Grundsätzlich erhalten die Mitarbeiter ihr Gehalt und ihr Urlaubsgeld für die Restlaufzeit ihrer Verträge. Die Sozialversicherung wurde bereits informiert und leitet so schnell wie möglich ein Registrierungsverfahren ein, um die Gehälter auszahlen zu können. Auch die Gewerkschaften wurden informiert.

Konsequenzen für Lieferanten

Lieferanten von Bakker.com können ihre Forderungen an die Firmen beim Insolvenzverwalter einreichen. Auch Gläubiger, die sich bereits im Rahmen des Zahlungsaufschubverfahrens gemeldet haben, müssen nun ihre Forderung formell bekannt geben. Die Kontaktdaten finden Betroffene unter www.cees.nl.

Das Bezirksgericht Den Haag hat eine zweimonatige Frist angekündigt, in der sich der Insolvenzverwalter ein Bild von der Höhe der Forderungen und verbliebenen Masse machen will.

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Kommentare (3)


Witte René 17. Jul. | 17:08

Ich habe bei ihnen 1 rosentopf bestellt, habe ihren auch bekommen er ist aber eingegangen. Muss ich ihn bezahlen.


 
Gudrun Richter 29. Mai. | 18:29

Wohne hier auf über 1800 m in Arosa. Bin ein Mensch der trotzdem gewisse Blumen, Sträucher, Pflanzen ausprobiert. Muss sagen Ihr
seid sehr gut, denn wie gesagt, gehe ich davon aus, dass nicht alles kommt . Obstbäume kann ich knicken. Seerose dauert zu lange, dann haben wir schon Winter. Wir hoffen das wir weiterhin bei Euch bestellen können. Warte schon ungeduldig auf meine Bestellung. Sollte jetzt mal langsam ins Beet.
Liebe Grüsse Gudrun

 
Renate Schöll 24. Mai. | 15:39

Ich habe eine Lieferung im vorigen Herbst erhalten, Wert ca. 120,-- Euro, nichts davon ist angewachsen. Ich habe der "Anwachsgarantie" vertraut, und jetzt ist die Fa. insolvent. Wer bezahlt mir den finanziellen Schaden, von dem ideellen ganz zu schweigen. Ich kaufe seit 30 Jahren bei div. Pflanzenversandfirmen, doch das ist mir noch nie vorgekommen.

 

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