Solarstrom: Gezielte Verbrauchssteuerung ermöglicht weitgehend autarke Versorgung

Die Steigerung des Eigenverbrauchs beim von privaten Haushalten und Unternehmen erzeugten Sonnenstrom wird eines der beherrschenden Themen im Rahmen der Messe Intersolar. Die weltgrößte Präsentation der Solarwirtschaft findet zwischen dem 19. und 21. Juni in München statt.

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Die Steigerung des Eigenverbrauchs beim von privaten Haushalten und Unternehmen erzeugten Sonnenstrom wird eines der beherrschenden Themen im Rahmen der Messe Intersolar. Die weltgrößte Präsentation der Solarwirtschaft findet zwischen dem 19. und 21. Juni in München statt. "Mit solchen Energieeffizienz-Konzepten kann die Belastung durch die Energiekosten gesenkt und auch ein schneller Erfolg für die Stabilisierung und Sicherheit der Stromnetze erreicht werden", betont Peter Kellendonk, 1. Vorsitzender der Initiative EEBus e.V. In der Vereinigung haben sich die maßgebenden Unternehmen und Verbände der deutschen und internationalen Energie- und Elektrowirtschaft zusammengeschlossen, um eine energieeffiziente und für Nutzer komfortable Kommunikation aller Geräte mit Hilfe der EEBus-Technologie zu erreichen. Kellendonk: "Haushalte und Unternehmen, die Energie über Photovoltaik-Anlagen erzeugen, können sich so zu einem erheblichen Teil autark mit Solarstrom versorgen".

Verdoppelung des Eigenstrom-Anteils
Der Initiativen-Vorsitzende nennt Beispiele für die intelligente Steuerung im privaten Haushalt: "Ein Wäschetrockner als eines der energieintensivsten Geräte in privaten Haushalten kann dank der intelligenten Vernetzung automatisch so eingeplant werden, dass die eigene Energieerzeugung sowohl für den Elektroherd in der Küche reicht, als auch für den Trockner, der dann nach dem Kochen erst startet". Ergebnis: Es werden unnötige Lastspitzen vermieden, die normalerweise aus dem öffentlichen Netz bezogen werden müssten. Stattdessen nutzt der Haushalt während der ganz Zeit den günstigeren Eigenstrom. Das lohnt sich finanziell, da es mittlerweile aufgrund sinkender Kosten für Photovoltaik-Anlagen, der reduzierten Einspeisevergütung und gleichzeitig steigender Energiepreise effizienter ist, den selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen. Laut ersten Untersuchungen wird durch das intelligente Energiemanagement die Quote für den Eigenstromverbrauch in privaten Haushalten von durchschnittlich 30 auf bis zu 60 Prozent verdoppelt.

Die Bedeutung intelligent eingebundener Photovoltaik-Systeme für die Stabilisierung des gesamten Stromnetzes in Deutschland wächst." Das Netz kann durch aktives Energiemanagement in mehr als 1,3 Mio. potenziellen Haushalten deutlich entlastet werden", erläutert Kellendonk. So wird verhindert, dass in Zeiten eines hohen Energieangebots etwa bei gleichzeitiger starker Sonnenstrahlung und starken Winden der eingespeiste Solarstrom die Transport- und Verteilungs-Kapazitäten der Energieversorger überfordert. Kellendonk: "Um die hohe Vernetzungsquote möglich zu machen, ist es wichtig, dass Marktführer aus allen Bereichen in der Initiative EEBus vertreten sind." Dazu gehören beispielsweise im Bereich der Erneuerbaren Energien die Unternehmen SMA, Kostal und SolarWorld, die Haushaltsgeräte-Größen wie Miele, Liebherr und, Bosch Siemens Hausgeräte; sowie Heizungsanlagen- und Wärmepumpenfirmen wie Bosch, Stiebel Eltron und Vaillant. Auch Konzerne wie die Deutsche Telekom aber auch Energieversorger wie E.ON oder EnBW sind in der Initiative aktiv (Eine vollständige Liste der Mitglieder steht im Internet unter: www.eebus.org/initiative-eebus-ev/mitglieder/).

Einen Vortrag zu den Möglichkeiten, mit Eigenstromverbrauch Kosten zu reduzieren und Netze zu stabilisieren gibt es auf der InterSolar am Mittwoch, 19. Juni, 14:05 - 14:35 Uhr durch Til Landwehrmann, Geschäftsführer der Initiative EEBus, anschließende Diskussion, Raum: 14 C, ICM; http://conference.intersolar.de/cgi-bin/x-mkp/congress/section.pl?language=1&eve_id=12&sec_id=439&div_id=59   

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