22. Mai: Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt

LR Eichtinger: "Über 15.000 Privatgärten in Niederösterreich leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt."

Landesrat Martin Eichtinger erkundet mit Amelie, Jonathan und Lorenz die Bienen in einem Nützlingshotel. Bild: Philipp Monihart.

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Am 22. Mai ist der internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. „Über 15.000 Privatgärten werden in Niederösterreich nach den "Natur im Garten" Kriterien gepflegt. Wer ökologisch pflegt, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, sondern fördert die Vielfalt der heimischen Fauna und Flora“, so Landesrat Martin Eichtinger. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel sowie Torf, aber auch die Schaffung von strukturreichen Elementen fördern Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge und halten Schädlinge in Schach.

Ein „wildes Eck“ im Garten bietet dem Igel einen geeigneten Lebensraum, ein Nützlingshotel fördert Wildbienen, die für uns Menschen wiederum als wichtige Bestäuber nützlich sind. „Durch die ökologische Pflege und den strukturreichen Elementen in den heimischen Gärten sichern über 15.000 Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner naturnahe Lebensräume für zahlreiche Tiere. So fördern sie die Artenvielfalt und machen Niederösterreich noch lebenswerter“, weiß Eichtinger.

Die Natur unterscheidet nicht zwischen Schädlingen und Nützlingen, denn im ökologischen Gleichgewicht ist für alle Platz. Diese Tatsache machen sich Naturgärtnerinnen und Naturgärtner zunutze, indem sie die natürliche Vielfalt fördern. Das geschieht durch möglichst viele unterschiedliche Naturgartenelemente sowie durch abwechslungsreiche, standortgerechte, heimische Bäume und Pflanzen. Nahrungsreiche Hecken oder Blumenwiesen, Gebüsche mit dichtem Unterwuchs, aber auch offene Flächen in naturnahen Gärten bieten etwa dem Igel lebensnotwendige Grundlagen.

Im Naturgarten finden Nützlinge, was sie zum Leben brauchen: Schlafplätze und Nahrung. So steht dem Igel - Maskottchen der Aktion Natur im Garten“ und Sinnbild der ökologischen Pflege - als Insektenfresser neben Käfern und anderen Insekten Würmer, Raupen und Schnecken zur Verfügung. Mit kurzgeschnittenem Zierrasen und naturfernen Nadelgehölzpflanzungen finden sich die stacheligen Gesellen dagegen nicht zurecht. Insbesondere die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden wie Schneckengift, wirkt sich negativ auf den Igelbestand aus, weil sich die Giftstoffe in der Nahrungskette anreichern.

Wildbienen, die wichtigsten Bestäuber, nisten nur dort, wo sie auch ausreichend Nahrung in Form von Pollen und Nektar finden. Deshalb ist ein buntes Blütenangebot von Frühling bis Herbst sehr wichtig. Obstgehölze, Stauden und Sommerblumen mit ungefüllten Blüten und beispielsweise eine Blumenwiese oder ein Kräuterrasen lassen auch unsere Herzen höher schlagen. Wer eine künstliche Nisthilfe bauen möchte, wie zum Beispiel ein Nützlingshotel, findet bei „Natur im Garten“ detaillierte Bauanleitungen. Stellen Sie daher Ihr Nützlingshotel süd- oder südostexponiert und regengeschützt auf. Ein halber Meter Abstand vom Boden schützt vor Spritzwasser und beschattender Vegetation. Optimal sind Standorte unter Vordächern, an Hauswänden, auf Balkonen oder Terrassen. (Quelle: Natur im Garten)

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