METRO GROUP: Behauptet sich in schwierigem Umfeld

Die METRO GROUP hat sich im Geschäftsjahr 2011, das durch außerordentliche wirtschaftliche Entwicklungen stark beeinträchtigt war, gut behauptet. Der Konzernumsatz sank leicht um 0,8% auf 66,7 Mrd. Euro, in Landes­währung aber nur um 0,2%.

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Die METRO GROUP hat sich im Geschäftsjahr 2011, das durch außerordentliche wirtschaftliche Entwicklungen stark beeinträchtigt war, gut behauptet. Der Konzernumsatz sank leicht um 0,8% auf 66,7 Mrd. Euro, in Landes­währung aber nur um 0,2%. Insbesondere die Staatsschulden­krise, eine hohe Arbeitslosigkeit und Sparprogramme in vielen Ländern Europas haben zu einer Kaufzurückhaltung bei den Kunden geführt. Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 2,37 Mrd. Euro (-1,8%) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. "Die volkswirt­schaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in vielen Ländern spürbar schlechter als 2010 entwickelt. Dennoch ist es uns gelungen, Konzernumsatz und EBIT vor Sonderfaktoren nahezu auf dem Niveau des Vorjahres zu halten", sagte Olaf Koch, Vorstands­vorsitzender der METRO AG. Der Hauptversammlung wird daher eine unverändert hohe Dividende von 1,35 Euro pro Stammaktie vorgeschlagen. 

Der neu zusammengesetzte Vorstand stellte auf der Bilanzpressekonferenz zudem seine strategischen Schwerpunkte für die METRO GROUP vor. "Wir haben unsere Kostenziele mit Shape 2012 erreicht, sehen aber noch viel Potenzial bei der Produktivität", so Koch. "Was wir jetzt tun müssen, ist unsere Relevanz als Händler für den Kunden zu steigern. Wir müssen unser Leistungsprofil weiter schärfen und werden in neue Kompetenzen und Angebote investieren." Damit soll auch nach dem Auslaufen des Effizienz- und Wertsteigerungs­programms Shape 2012 zum Ende des Jahres die Produktivität der Vertriebslinien weiter gesteigert werden. Neben fortgesetztem Wachstum durch Expansion will der Konzern dafür insbesondere das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche stärken. 

Besondere Aufmerksamkeit bei der Umsetzung der strategischen Schwerpunkte erhalten die beiden umsatz- und ertragsstärksten Vertriebslinien Metro Cash & Carry und Media-Saturn. Metro Cash & Carry hat bereits seine Management-Strukturen neu geordnet. Die bisher getrennten Business Units "Europe & MENA" sowie "Asia, CIS & New Markets" wurden unter der Leitung von Frans Muller, Vorstandsmitglied der METRO AG, zusammengeführt. Zugleich wurden die regionalen Zuständigkeiten neu geordnet. Muller übernimmt die direkte Verantwortung für die Kernländer China, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Spanien und Türkei, in denen Metro Cash & Carry rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt. Die 22 weiteren Länder von Metro Cash & Carry werden über drei regionale Management-Teams gesteuert. 

Desweiteren werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 vorschlagen, das Geschäftsjahr der METRO GROUP, das derzeit dem Kalenderjahr entspricht, zu ändern. Das neue Geschäftsjahr soll ab 2013 jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September dauern. Dementsprechend würde einmalig ein Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 30. September 2013 entstehen. Durch diese Änderung soll das wichtige Weihnachtsgeschäft von Beeinträchtigungen durch Stichtags­inventuren oder Planungsarbeiten für das kommende Geschäftsjahr entkoppelt werden. Zudem wird durch die Umstellung bereits im ersten Quartal eine höhere Planungsqualität für das Gesamtjahr angestrebt. 

Geschäftsentwicklung 2011
Im Geschäftsjahr 2011 ging der Konzernumsatz der METRO GROUP um 0,8% auf 66,7 Mrd. Euro zurück. Hier machte sich neben der Entwicklung der Wechselkurse auch das enttäuschende Weihnachtsgeschäft bemerkbar. In Landeswährung erreichte der Umsatz nahezu das hohe Vorjahresniveau (-0,2%). In Deutschland ging der Umsatz um 1,0% auf 25,9 Mrd. ? zurück und wurde von Standortabgaben bei Metro Cash & Carry und Real beeinträchtigt. Im internationalen Geschäft verringerte sich der Umsatz um 0,7% auf 40,8 Mrd. Euro, in Landeswährung hingegen stieg der Umsatz um 0,4%. Der internationale Umsatzanteil erhöhte sich leicht von 61,1% auf 61,2%. In Westeuropa ging der Umsatz um 3,1% auf 20,9 Mrd. Euro (in Landeswährung -3,6%) zurück. Dabei wirkte sich der Verkauf des französischen Geschäfts von Media-Saturn negativ auf die Entwicklung aus. In Osteuropa stieg der Umsatz um 0,4% auf 16,9 Mrd. Euro (in Landeswährung +3,3%). In Asien/Afrika wuchs der Umsatz trotz der Veräußerung von Metro Cash & Carry Marokko weiterhin sehr dynamisch. Er legte um 11,2% auf 3,0 Mrd. Euro (in Landeswährung +14,3%) zu. 

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren sank um 43 Mio. Euro auf 2.372 Mio. Euro (-1,8%). Das Periodenergebnis vor Sonderfaktoren sank um 160 Mio. auf 979 Mio. Euro. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter verbleibt ein auf die Aktionäre der METRO AG entfallender Konzerngewinn vor Sonderfaktoren von 859 Mio. Euro (Vorjahr 1.019 Mio. Euro). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Haupt­versammlung am 23. Mai 2012 vor, für das Geschäftsjahr 2011 eine unverändert hohe Dividende von 1,35 Euro je Stammaktie und 1,485 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten.

Ausblick
Die anhaltend schwierige volkswirtschaftliche Lage und der rückläufige Preisanstieg werden die Umsatzentwicklung 2012 voraussichtlich belasten. Dem gegenüber steht eine Vielzahl von Maßnahmen in allen Vertriebslinien, die Umsatzsteigerungen insbesondere auf vergleichbarer Fläche zum Ziel haben. Die METRO GROUP erwartet daher für das Jahr 2012 einen Umsatzanstieg. Im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung rechnet der Konzern auch 2013 mit einer Fortsetzung der positiven Umsatzentwicklung. 

Die Ergebnisentwicklung wird 2012 von der anhaltend schwierigen volkswirtschaftlichen Lage gedämpft. Das Unternehmen wird auch 2012 in seine Wettbewerbsfähigkeit investieren, was sowohl Produktivitätsmaßnahmen aus dem Shape-Programm als auch gezielte Preisinvestitionen umfasst. Ferner soll die Basis für eine Beschleunigung der Expansionstätigkeiten gelegt werden, was wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Beim EBIT vor Sonderfaktoren rechnet die METRO GROUP im Jahr 2012 dennoch mit einem Ergebnis in etwa auf Höhe des Vorjahres (EBIT 2011 vor Sonderfaktoren: 2,37 Mrd. ), obgleich angesichts der oben beschriebenen Belastungen sowie mit Blick auf die unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Prognose zu diesem frühen Zeitpunkt mit Risiken behaftet ist. Für 2013 rechnet die METRO GROUP analog zur positiven Umsatzentwicklung mit einem Ergebnisanstieg. (Quelle: metro)

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