LfL: Baumkletterer in Miesbach

Seit Ende Juli sind im Miesbacher Befallsgebiet des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) Baumkletterer unterwegs.

Ein Asiatischer Laubholzbockkäfer. Bild: LfL.

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Die Baumkletterer untersuchen im Auftrag der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Kronen der Bäume auf Befallsmerkmale des ALB. Die Arbeiten finden in der Fokuszone statt. Diese umfasst einen Umkreis von 500 Metern rund um die ursprünglich befallenen Bäume. Das Kronenmonitoring wird ergänzt mit Lockstofffallen, Fangbäumen und Bodenmonitoring.

Das Kronen- und das Bodenmonitoring in der Fokuszone führen externe Firmen durch. Deren von der LfL geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich ausweisen und sind den Gemeinden sowie der Polizei namentlich bekannt. Betroffen ist der Bereich vom Harzberg bis zur Eishalle und vom Wertstoffhof bis zur Berufsschule an der Münchner Straße. Hier wird der Bereich, der bereits im Winter untersucht wurde, nun im belaubten Zustand begutachtet. Voraussichtlich dauert das Beklettern von Ende Juli bis Ende Oktober 2021.

Die rund 70 Lockstofffallen der LfL und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen hängen seit Mitte Juni im Bereich der Fokuszone. Sie enthalten unter anderem Duftstoffe männlicher ALB-Käfer, sodass sie die Käferweibchen anlocken. Der Wirkungsradius einer Falle reicht etwa 50 Meter weit, in diesem Bereich unterstützt sie die Monitoringmaßnahmen. Eine Bekämpfung des ALB ist durch die Fallen nicht möglich.

Bis Herbst bleiben auch die 30 Fangbäume im Bereich der Befallszone stehen. Dabei handelt es sich um ALB-Wirtsbäume, derzeit Ahornbäume, die regelmäßig überprüft werden und die anderen Maßnahmen ergänzen. So soll verhindert werden, dass der ALB wegen der jetzt im Gebiet fehlenden Wirtsbäume auf bisher nicht befallene Laubbaumgattungen übergeht. (LfL)

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